Samstag, 25. Dezember 2010
Freitag, 17. Dezember 2010
Samstag, 4. Dezember 2010
Monatsbericht November
Monatsbericht November
Ist jetzt schon Advent? Ich habe es hier nicht mitbekommen. Die Trockenzeit ist jetzt ganz da und tags ist es so heiss, dass man selbst beim rumsitzen schwitzt und in der Nacht wieder so kalt, dass man fast eine Decke braeuchte.:)
Im November war einiges los.
Gleich zu Beginn des Monats hatten wir zwei endgueltige Executive Meetings, die die Eintragung als NGO endlich entschieden und am darauf folgenden Tag umgesetzt haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf von zwei der drei Kuehe wurden genutzt um die 300 GHC fuer die Eintragung und eine benoetigte Postbox in Kumasi zu bezahlen. Jetzt innerhalb der naechsten Tage wird die Eintragung hoffentlich bald durch sein, sodass wir die Dokumente abhohlen koennen, die wir fuer die Einrichtung des Bankkontos brauchen. Sehr treffend heisen wir jetzt Ashanti Deaf Youth in Action.
Wie schon erwaehnt haben wir zwei der drei Kuehe verkauft. Zusammen haben sie 1100 GHC eingebracht, was mit dem Einkaufspreis von zusammen 1100 GHC auf plus-minus null rauskommt. Das ist auf den ersten Blick nicht wirklich befriedigend, wenn man aber die Umstaende betrachtet schon ein kleiner Erfolg. Eine Kuh war von Anbeginn krank. Ihr Zustand ging auf und ab hat sich im Endeffekt aber konstant verschlechtert, sodass sie am Ende nicht einmal mehr aufstehen konnte und wir froh sein koennen, dass wir noch 400 GHC fuer sie bekommen konnten. Wenn man sieht wo die Kuehe gehalten werden und welche Medikamente vorhanden sind, kann man unserem Cowboy keine Vorwuerfe machen. Die zweite verkaufte Kuh ist ein Erfolg gewesen und konnte den Verlusst aus der ersten ausgleichen. Sie hat 700 GHC eingebracht und damit einen Profit von 130GHC. Die letzte und groeste Kuh, die eigentlich unser Hoffnungstraeger war ist leider immer noch nicht verkauft. Kurz vor Beginn der muslimischen Festivals hat sie sich dummerweise an der Ernte eines Farmers bediehnt und sich dadurch einen Machetenhieb an der Flanke eingefangen. Mit so einer Verletzung bekommt man sie leider nicht verkauft, wodurch wir sie noch behalten muessen und versuchen sie gesund zu pflegen. In Ghana herschend halt keine westlichen industrieartigen Mastverhaeltnisse, mit klinischer 24/7 Ueberwachung, Massagen und Kraftfutter. Bleibt zu hoffen, dass wir die letzte Kuh noch wieder gesund bekommen.
Die Vollversammlung zu Monatsbeginn war dieses Mal von hohen Gaesten beehrt. Der ehemalige Schulleiter der Ashanti School for the Deaf, mit dem wir jetzt in guten Kontakt stehen, ist unsere Einladung gefolgt und hat uns einen Besuch abgestattet. Ausserdem war eine Delegation der hollaendischen Unterstuetzer Organisation SOKPO mit sammt ihres ghanaischen Representanten und engem Freund Osei dort. Von diesen Gaesten befluegelt herrschte eine angenehme Aufbruchsstimmung, die wie es aussieht Iniziativen fuers neue Jahr in die Wege leiten kann. Und mit der perfekten Lobby durch den alten Headmaster und der finanz starken Hilfsorganisation, koennten diese Iniziativen auch Fruechte tragen. Robert und ich waren noch bei einigen Hinterzimmerverhandlungen aus denen sich am Ende die Aussicht auf die Startfinanzierung unseres Buero-Shop-Infozentrums ergeben hat. Ich glaube ich habe SOKPO und ihre Arbeit schon einmal in einem Bericht erwaehnt. Nun haben sie uns damit ueberrascht bei unserem Masterplan einige Abkuerzungen nehmen zu koennen. In den naechsten Wochen werden wir dafuer einen ausfuerlichen Businessplan auf die Beine stellen muessen, was einige schweistreibene Kumasigaenge in Aussicht stellt. Die ersten liegen schon hinter uns. Gleich nach den Verhandlungen mit SOKPO haben wir uns daran gemacht mit Hauseigentuemern zu verhandeln und uns an die zustaendigen Behoerden fuer Unterstuetzung zu wenden. Wir haben Proposals bei der Kumasi Metropolitan Assembly und dem Regional Minister eingereicht, und in einem Meeting mit dem Deputy Minister Ashanti Region wurde uns wenigstens administrative Hilfe zugesagt.
Eine der spannensten Erlebnisse im November war allerdings ein GNADY-workshop, zu dem ich zusammen mit Robert gegangen bin. Der Workshop war organisiert vom Jugendfluegel der Ghana national Assoziation of the Deaf und Delegierte aus jeder der 10 Regionen Ghanas waren eingeladen. Schon die Einladung war fuer uns ein Erfolg, weil nach all den Auseinandersetzungen und Distanzierungen innerhalb unser Region wir trotzdem als Assoziation eingeladen wurden und damit als voll von der GNAD anerkannt. Ausgerichtet wurde der Workshop von den Frontrunners 6. Frontrunners ist ein internationales Jugendprojekt, bei dem gehoerlose Jugendliche aus aller Herren Laender zusammen ueber Leadershipskills weitergebildet werden. Ein 13 koepfiges Team von Gehoerlosen aus Daenemark, Norwegen, Belgien, Deutschland, Oesterreich, Italien und den USA hat Vortraege zu Teamwork, Leadership-skills, Menschenrechten und den gehoerlosen Gremien (World Federation of the Deaf, EUDY, CRPD) gehalten und insgesammt ein sehr spannendes Seminar abgehalten. Ich war der einzig Hoerende und der Motivationsbust vom ersten Association Meeting, anwesend zu sein, wo etwas in Sachen Deaf aus eigener Iniziative passiert, wurde noch einmal um einiges getoppt. Die Vortrags- und Abeitsmethoden haben mich sehr an die Pfadis zuhause erinnert und der ganze Workshop hat mich zurueck in eine Reflexionsebene gebracht die mich meine ganze Arbeit hier ueberdenken lies. Dafuer bin ich einerseits dankbar es hat mich allerdings fuer die letzte Zeit auch ganz schoen aufgewuehlt und Denkstoff gegeben. Allein fuer den Sign Language flash bin ich auf jedenfall dankbar und wer mich mal signen sehen will, bevor ich wieder in Deutschland bin, sollte auf die Frontrunnersseite gehen. Dort ist ein Interview mit mir in GSL zu sehen.
Vom Workshop zurueck, habe ich das Batikprojekt wieder ernsthaft in die Hand genommen. Nachdem ich vom Schulleiter endlich die Erlaubnis bekommen hatte, bin ich mit meinem Mentor nach Kumasi und habe unerhoert viel Material eingekauft. Dank der Unterstuetzung von SOKPO auf mein Proposal im April konnte ich 324Yards Stoffbahnen kaufen und die entsprechende Mengen Wax, Farben und Chemikalien. Momentan ist der Mann aus Cape Coast da, von dem ich im letzten Bericht geschrieben habe und die ersten 5 12-Yard Stuecke sind schon verbatikt. Leider ist die Schuelergruppe mit der ich letztes Schuljahr zusammen gearbeitet habe bei weitem nicht mehr vollstaendig. Zwei (die beiden besten) Schueler sind die neuen Schulprefects geworden und damit in der Schule ziemlich eingebunden, 3 haben gerade ihre Abschlussexamen in Vocationals hinter sich und die Schule verlassen und 3 weitere in JHS 4, muessen wegen der nahenden Examen, fast jede freie Minute zum Lernen nutzen. Eine Primary Schuelerin die gerade jetzt Feuer und Flamme fuer Batik geworden ist, gibt aber wieder Hoffnung und zuletzt waren wir wieder zu acht mit vielen neuen Gesichtern dabei. Ob und wie wir die 300 Yards verarbeitet kriegen ist ungewiss aber ich hoffe, dass sich die neue Gruppe erhaelt und wieder gut zusammenwachsen kann.
Die Arbeit mit dem Cape Coast Kuenstler war zu anfang eher schwierig. Das Batik-Handwerk ist anscheinend wie Kochen: Jeder macht die Suppe anders. Er kann und weis viel aber macht als Lehrer den selben Fehler wie ich, als ich den Workshop angefangen habe und sieht seinen Weg als einzig richtig und alle anderen falsch. Trotzdem haben die Schueler und ich vor allem in den letzten zwei Tagen einiges gelernt und die Zeit in der er da war, war viel zu kurz. Wenn die Muster fuer die Association Fridaywear angenommen sind, wird die Produktion richtig losgehen.
Auch die Stempelproduktion laeuft auf Hochturen. Vielleicht mit ein Grund, warum der Schulleiter mir erlaubt hat mit den Schuelern weiter zu arbeiten, ist wahrscheinlich, dass ich auf einen Deal mit ihm eingegangen bin. Wir fertigen ihm ein Set mit dem Bi-Manuellen Sign Language Alphabet an. 27 Stempel, 56 GHC und der Erfolg, dass die Lehrerin, die mich vor einigen Monaten noch beschimpft hat, zu mir kommt und mich um meine Hilfe bittet aber am wichtigsten, das die Schueler wieder kommen duerfen.
Das Familienleben im November war sehr von Akuas Krankheit beeintraechtigt. Erst ist sie schwanger! –Ich bekomme ein Geschwisterkind- Und damit verbunden im 2.Monat Gesundheitsprobleme. Dann hat sie jetzt einen ziemlichen Gelenkreumaschub in den Knien, der sie kaum laufen laesst. Dadurch ist Adwoa, die jetzt neben der Schule doppelt schufftet, weil sie das Brot fuer die Schule fuer Akua baeckt, noch viel mueder als sonst. Wenn in einer Familie, die auf so kleinem Raum zusammen lebt, einer ausfaellt, war die Stimmung oft angespannt aber mit der Genesung von Akua begradigt ich auch der Hausegen wieder.
Drei Fast Facts zum November:
1. An Essen zu schnuppern, ist in Ghana eine Beleidigung fuer den Koch, weil es zeigt, dass man denkt, dass das Essen schlecht oder vergiftet ist.
2. Telefone sollte man generell von Toiletten fern halten.
3. Wenn man jemandem einen Job gibt und nicht gleich den Preis dafuer aus macht, hat der jenige spaeter das Recht einen unglaublich uebers Ohr zu ziehen.
Mehr im neuen Jahr
Henning
Ist jetzt schon Advent? Ich habe es hier nicht mitbekommen. Die Trockenzeit ist jetzt ganz da und tags ist es so heiss, dass man selbst beim rumsitzen schwitzt und in der Nacht wieder so kalt, dass man fast eine Decke braeuchte.:)
Im November war einiges los.
Gleich zu Beginn des Monats hatten wir zwei endgueltige Executive Meetings, die die Eintragung als NGO endlich entschieden und am darauf folgenden Tag umgesetzt haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf von zwei der drei Kuehe wurden genutzt um die 300 GHC fuer die Eintragung und eine benoetigte Postbox in Kumasi zu bezahlen. Jetzt innerhalb der naechsten Tage wird die Eintragung hoffentlich bald durch sein, sodass wir die Dokumente abhohlen koennen, die wir fuer die Einrichtung des Bankkontos brauchen. Sehr treffend heisen wir jetzt Ashanti Deaf Youth in Action.
Wie schon erwaehnt haben wir zwei der drei Kuehe verkauft. Zusammen haben sie 1100 GHC eingebracht, was mit dem Einkaufspreis von zusammen 1100 GHC auf plus-minus null rauskommt. Das ist auf den ersten Blick nicht wirklich befriedigend, wenn man aber die Umstaende betrachtet schon ein kleiner Erfolg. Eine Kuh war von Anbeginn krank. Ihr Zustand ging auf und ab hat sich im Endeffekt aber konstant verschlechtert, sodass sie am Ende nicht einmal mehr aufstehen konnte und wir froh sein koennen, dass wir noch 400 GHC fuer sie bekommen konnten. Wenn man sieht wo die Kuehe gehalten werden und welche Medikamente vorhanden sind, kann man unserem Cowboy keine Vorwuerfe machen. Die zweite verkaufte Kuh ist ein Erfolg gewesen und konnte den Verlusst aus der ersten ausgleichen. Sie hat 700 GHC eingebracht und damit einen Profit von 130GHC. Die letzte und groeste Kuh, die eigentlich unser Hoffnungstraeger war ist leider immer noch nicht verkauft. Kurz vor Beginn der muslimischen Festivals hat sie sich dummerweise an der Ernte eines Farmers bediehnt und sich dadurch einen Machetenhieb an der Flanke eingefangen. Mit so einer Verletzung bekommt man sie leider nicht verkauft, wodurch wir sie noch behalten muessen und versuchen sie gesund zu pflegen. In Ghana herschend halt keine westlichen industrieartigen Mastverhaeltnisse, mit klinischer 24/7 Ueberwachung, Massagen und Kraftfutter. Bleibt zu hoffen, dass wir die letzte Kuh noch wieder gesund bekommen.
Die Vollversammlung zu Monatsbeginn war dieses Mal von hohen Gaesten beehrt. Der ehemalige Schulleiter der Ashanti School for the Deaf, mit dem wir jetzt in guten Kontakt stehen, ist unsere Einladung gefolgt und hat uns einen Besuch abgestattet. Ausserdem war eine Delegation der hollaendischen Unterstuetzer Organisation SOKPO mit sammt ihres ghanaischen Representanten und engem Freund Osei dort. Von diesen Gaesten befluegelt herrschte eine angenehme Aufbruchsstimmung, die wie es aussieht Iniziativen fuers neue Jahr in die Wege leiten kann. Und mit der perfekten Lobby durch den alten Headmaster und der finanz starken Hilfsorganisation, koennten diese Iniziativen auch Fruechte tragen. Robert und ich waren noch bei einigen Hinterzimmerverhandlungen aus denen sich am Ende die Aussicht auf die Startfinanzierung unseres Buero-Shop-Infozentrums ergeben hat. Ich glaube ich habe SOKPO und ihre Arbeit schon einmal in einem Bericht erwaehnt. Nun haben sie uns damit ueberrascht bei unserem Masterplan einige Abkuerzungen nehmen zu koennen. In den naechsten Wochen werden wir dafuer einen ausfuerlichen Businessplan auf die Beine stellen muessen, was einige schweistreibene Kumasigaenge in Aussicht stellt. Die ersten liegen schon hinter uns. Gleich nach den Verhandlungen mit SOKPO haben wir uns daran gemacht mit Hauseigentuemern zu verhandeln und uns an die zustaendigen Behoerden fuer Unterstuetzung zu wenden. Wir haben Proposals bei der Kumasi Metropolitan Assembly und dem Regional Minister eingereicht, und in einem Meeting mit dem Deputy Minister Ashanti Region wurde uns wenigstens administrative Hilfe zugesagt.
Eine der spannensten Erlebnisse im November war allerdings ein GNADY-workshop, zu dem ich zusammen mit Robert gegangen bin. Der Workshop war organisiert vom Jugendfluegel der Ghana national Assoziation of the Deaf und Delegierte aus jeder der 10 Regionen Ghanas waren eingeladen. Schon die Einladung war fuer uns ein Erfolg, weil nach all den Auseinandersetzungen und Distanzierungen innerhalb unser Region wir trotzdem als Assoziation eingeladen wurden und damit als voll von der GNAD anerkannt. Ausgerichtet wurde der Workshop von den Frontrunners 6. Frontrunners ist ein internationales Jugendprojekt, bei dem gehoerlose Jugendliche aus aller Herren Laender zusammen ueber Leadershipskills weitergebildet werden. Ein 13 koepfiges Team von Gehoerlosen aus Daenemark, Norwegen, Belgien, Deutschland, Oesterreich, Italien und den USA hat Vortraege zu Teamwork, Leadership-skills, Menschenrechten und den gehoerlosen Gremien (World Federation of the Deaf, EUDY, CRPD) gehalten und insgesammt ein sehr spannendes Seminar abgehalten. Ich war der einzig Hoerende und der Motivationsbust vom ersten Association Meeting, anwesend zu sein, wo etwas in Sachen Deaf aus eigener Iniziative passiert, wurde noch einmal um einiges getoppt. Die Vortrags- und Abeitsmethoden haben mich sehr an die Pfadis zuhause erinnert und der ganze Workshop hat mich zurueck in eine Reflexionsebene gebracht die mich meine ganze Arbeit hier ueberdenken lies. Dafuer bin ich einerseits dankbar es hat mich allerdings fuer die letzte Zeit auch ganz schoen aufgewuehlt und Denkstoff gegeben. Allein fuer den Sign Language flash bin ich auf jedenfall dankbar und wer mich mal signen sehen will, bevor ich wieder in Deutschland bin, sollte auf die Frontrunnersseite gehen. Dort ist ein Interview mit mir in GSL zu sehen.
Vom Workshop zurueck, habe ich das Batikprojekt wieder ernsthaft in die Hand genommen. Nachdem ich vom Schulleiter endlich die Erlaubnis bekommen hatte, bin ich mit meinem Mentor nach Kumasi und habe unerhoert viel Material eingekauft. Dank der Unterstuetzung von SOKPO auf mein Proposal im April konnte ich 324Yards Stoffbahnen kaufen und die entsprechende Mengen Wax, Farben und Chemikalien. Momentan ist der Mann aus Cape Coast da, von dem ich im letzten Bericht geschrieben habe und die ersten 5 12-Yard Stuecke sind schon verbatikt. Leider ist die Schuelergruppe mit der ich letztes Schuljahr zusammen gearbeitet habe bei weitem nicht mehr vollstaendig. Zwei (die beiden besten) Schueler sind die neuen Schulprefects geworden und damit in der Schule ziemlich eingebunden, 3 haben gerade ihre Abschlussexamen in Vocationals hinter sich und die Schule verlassen und 3 weitere in JHS 4, muessen wegen der nahenden Examen, fast jede freie Minute zum Lernen nutzen. Eine Primary Schuelerin die gerade jetzt Feuer und Flamme fuer Batik geworden ist, gibt aber wieder Hoffnung und zuletzt waren wir wieder zu acht mit vielen neuen Gesichtern dabei. Ob und wie wir die 300 Yards verarbeitet kriegen ist ungewiss aber ich hoffe, dass sich die neue Gruppe erhaelt und wieder gut zusammenwachsen kann.
Die Arbeit mit dem Cape Coast Kuenstler war zu anfang eher schwierig. Das Batik-Handwerk ist anscheinend wie Kochen: Jeder macht die Suppe anders. Er kann und weis viel aber macht als Lehrer den selben Fehler wie ich, als ich den Workshop angefangen habe und sieht seinen Weg als einzig richtig und alle anderen falsch. Trotzdem haben die Schueler und ich vor allem in den letzten zwei Tagen einiges gelernt und die Zeit in der er da war, war viel zu kurz. Wenn die Muster fuer die Association Fridaywear angenommen sind, wird die Produktion richtig losgehen.
Auch die Stempelproduktion laeuft auf Hochturen. Vielleicht mit ein Grund, warum der Schulleiter mir erlaubt hat mit den Schuelern weiter zu arbeiten, ist wahrscheinlich, dass ich auf einen Deal mit ihm eingegangen bin. Wir fertigen ihm ein Set mit dem Bi-Manuellen Sign Language Alphabet an. 27 Stempel, 56 GHC und der Erfolg, dass die Lehrerin, die mich vor einigen Monaten noch beschimpft hat, zu mir kommt und mich um meine Hilfe bittet aber am wichtigsten, das die Schueler wieder kommen duerfen.
Das Familienleben im November war sehr von Akuas Krankheit beeintraechtigt. Erst ist sie schwanger! –Ich bekomme ein Geschwisterkind- Und damit verbunden im 2.Monat Gesundheitsprobleme. Dann hat sie jetzt einen ziemlichen Gelenkreumaschub in den Knien, der sie kaum laufen laesst. Dadurch ist Adwoa, die jetzt neben der Schule doppelt schufftet, weil sie das Brot fuer die Schule fuer Akua baeckt, noch viel mueder als sonst. Wenn in einer Familie, die auf so kleinem Raum zusammen lebt, einer ausfaellt, war die Stimmung oft angespannt aber mit der Genesung von Akua begradigt ich auch der Hausegen wieder.
Drei Fast Facts zum November:
1. An Essen zu schnuppern, ist in Ghana eine Beleidigung fuer den Koch, weil es zeigt, dass man denkt, dass das Essen schlecht oder vergiftet ist.
2. Telefone sollte man generell von Toiletten fern halten.
3. Wenn man jemandem einen Job gibt und nicht gleich den Preis dafuer aus macht, hat der jenige spaeter das Recht einen unglaublich uebers Ohr zu ziehen.
Mehr im neuen Jahr
Henning
Dienstag, 2. November 2010
Monatsbericht Oktober
In diesem Monat hat die Schule wieder angefangen und ich bin endgueltig nur noch in der beobachtenden Position. Von allen Seiten wird man gefragt: Du bist nicht mehr in der Schule aber wo denn dann? Es fuehlt sich schon komisch an nichts mehrwirklich machen zu koennen allerdings deuten sich langsam Mittel und Wege an, zu mindest teilweise mitgestalten zu koennen.
Der Schulbeginn hat in vielerlei Hinsicht meinen Alltag beeinflusst. Auch wenn ich nicht mehr selbst Teil vom ganzen bin, ist es doch immernoch maine ganze Familie. Mein Vaterund Boss Robert muss wieder unterrichten, meine Mutter Akua baeckt wieder und ist dehalb kronisch muede und kraenklich und meine Schwester und ehemalige Schuelerin Adwoa muss auch wieder zum Unterricht, nur dass ich sie nicht mehr unterrichte. Ich habe jetzt versucht damit anzufangen, die Zeit in der mein Boss arbeitet auch immer am Schreibtisch oder der Werkbank zu sitzen um etwas zu schaffen und es klappt ganz gut. Das Resultat waren schon einige Briefe, und 21 Stempel, die uns im Verkauf insgesamt 50 Ghanacedis (25Euro) eingebracht haben.
In Sachen NGO-Eintragung gab es im Oktober einiges zu tun. Wir hatten ein Executive Meeting und mit anschliesender Vollversammlung, in der ueber die Vereinssatzung, Namen und Finanzierung beraten und abgestimmt wurde. Da danach aber noch Zweifel und Enderungen aufkamen, haben wir einen gehoerlosen Elder zu Rate gezogen, der schon in einigen Gremien in der Ghanaischen Gehoerlosen Community sass und gut Bescheid weis und neben bei noch nett und interessiert an unseren Aktivitaeten ist. Nach zwei Trefen mit ihm gab es noch ein sehr konstruktives Executive Meeting allerdings haben wir immer noch nicht eine abschliesende Entscheidung Gefasst und die Eintragung wird sich wohl noch bis in den November hinziehen. Mein Ziel ist es nur Bankkonto und Eintragung vor Abflug geschafft zu haben um damit den Grundstein fuer effektive Arbeit zu legen, die auch offiziell anerkannt ist und damit hoffentlich deutlich erleichtert wird.
Das Batik Projekt scheint langsam wieder zum Leben zu erwachen. Wir haben jetzt doch wieder Aussicht auf baldigen Arbeitsbeginn mit der alten Gruppe. Ich habe einigen Leuten auf die Fuese getreten und nun waren Robert und Der Elder Paul beim Schulleiter der Ashanti School for the Deaf um ihn um Erlaubnis zu bitten, den Workshop ausserhalb der Schule mit Schulern weiter fuehren zu duerfen. Nach allem, was bissher mit dem neuen Schulleiter schon so passiert ist, war nicht zu erwarten, dass er aus dem Stehgreif ja sagen wuerde. Ich habe einen Entschuldigungsbrief fuer mein respektloses Benehmen geschrieben, was mir von Paul geraten wurde, um den Schulleiter zu besaenftigen. Ausserdem haben wir ein offizielles Proposal geschrieben und es sieht so aus, als ob wir damit die Schueler wohl zurueck bekommen koennen.
Ausserdem sind wir im Kontakt mit einem Gehoerlosen Batik-Kuenstler aus Cape Coast, der bei Arbeitsaufnahme zu uns kommen wird um mit uns zu arbeiten und mein Freund , der Schnitzer aus Jamasi hat mich mit zwei Batik Kuenstlerinnen bekannt gemacht, mit denen langsam wohl auch eine hoffentlich fruchtbare Wechselwirkung aufbauen kann. Mein Mentor, ein Lehrer aus dem naechsten Ort, hilft mir eine Grosbestellung an Materialien zu machen und damit sind jetzt eigentlich alle Weichen fuer die Grosproduktion gelegt. Bleibt nur zu hoffen, dass Permission granted wird.
Die wohl groeste Neuerung im Oktober ist mein neuer Laptop auf dem ich gerade schreibe. Da ich meine Zeit am Schreibtisch auch in Zukunft sinnvoll nutzen will, moechte ich anfangen an einer Website fuer die Association zu arbeiten und der mitlerweile vielleicht acht jahrige Medion mit 18GB Speicher ist fuer die entsprechenden Programme einfach zu langsam. Bei gutem Wechselkurs und nach ausgibiger Recherche habe ich mir dann jetzt in Kumasi ein schwarzes Dell Geschoss zu gelegt. Es war schon komisch in das klimatisierte Geschaeft mit einem Bazzen Scheine zu laufen und mit einem Laptop im Rucksack wieder raus und dann auf dem Motorroller davon. Aber nicht nur diese Erfahrung sondern auch der neue PC sind denke ich auf jeden Fall eine Breicherung und gute Anlage. Einziger Haken ist die englische Tastertur, die mich alle Umlaute ausschreiben laesst. Muss man halt mit leben.
Das gehoerlose Maedchen, von dem ich im Septemberbericht geschrieben habe, hat jetzt schoon die ersten Unterrichtsstunden ihres Lebens hinter sich gebracht und kann schon bis zehn zaehlen und schreiben. Es ergeben sich lustige Situationen, wenn ich mich mit der Mutter, die selbst nie zur Schule ging, in meinem sehr gerbochenen Twi unterhalte und dann, wo ich an meine Grenzen stosse Robert dazu hole, ihm auf Gebaerdensprache sage, was ich meine und er es dann in Twi fuer die Mutter uebersetzt. Gestern, bei einem Besuch im Dorf musste ich bis zum Abend warten, weil Mutter und Kind zur farm gegangen waren. Es ist irre zu sehen, wie die Mutter mit fuenf Kindern und ohne Mann, die von der Hand in den Mund lebt fuer ihre Tochter sorgt. Bei anderen Familien, die wir mitlerweile besucht haben, hiess es bei dem gehoerlosen Kind sofort, wir haben kein Geld. Helenas Mutter hat auch kein Geld aber sie versucht es. Wenn wir alle Unterstuetzungen von District Assembly und der Ssociation zusammen haebn hoffe ich, dass Helena eine gute Schuelerin wird und irgenwann, spaeter der Mutter unter die Arme greifen kann und damit allen zeigen, was gehoerlose alles koennen und warum gerade sie in die Schule muessen.
Heute bin ich noch in einem anderen Dorf um zwei Familien zu treffen. Ich hoffe, dass bei denen die selbe Iniziative entsteht und die Kinder in die Schule kommen.
Drei Fast Facts zum Oktober:
1. Wer nicht handelt ist selbst schuld, sogar bei Computern im Fachgeschaeft.
2. Casavawurzelsaft(ein Bestandteil des Sagen umwogenen Fufus) auf Schnittwunden gepresst stop die Blutung und wirkt antiseptisch.
3. Frauen, die schon Kinder geboren haben, haben immer ein Tuch um die Huefte als Teil der traditionellen Art sich zu kleiden.
Mehr zum Advent,
Henning
Der Schulbeginn hat in vielerlei Hinsicht meinen Alltag beeinflusst. Auch wenn ich nicht mehr selbst Teil vom ganzen bin, ist es doch immernoch maine ganze Familie. Mein Vaterund Boss Robert muss wieder unterrichten, meine Mutter Akua baeckt wieder und ist dehalb kronisch muede und kraenklich und meine Schwester und ehemalige Schuelerin Adwoa muss auch wieder zum Unterricht, nur dass ich sie nicht mehr unterrichte. Ich habe jetzt versucht damit anzufangen, die Zeit in der mein Boss arbeitet auch immer am Schreibtisch oder der Werkbank zu sitzen um etwas zu schaffen und es klappt ganz gut. Das Resultat waren schon einige Briefe, und 21 Stempel, die uns im Verkauf insgesamt 50 Ghanacedis (25Euro) eingebracht haben.
In Sachen NGO-Eintragung gab es im Oktober einiges zu tun. Wir hatten ein Executive Meeting und mit anschliesender Vollversammlung, in der ueber die Vereinssatzung, Namen und Finanzierung beraten und abgestimmt wurde. Da danach aber noch Zweifel und Enderungen aufkamen, haben wir einen gehoerlosen Elder zu Rate gezogen, der schon in einigen Gremien in der Ghanaischen Gehoerlosen Community sass und gut Bescheid weis und neben bei noch nett und interessiert an unseren Aktivitaeten ist. Nach zwei Trefen mit ihm gab es noch ein sehr konstruktives Executive Meeting allerdings haben wir immer noch nicht eine abschliesende Entscheidung Gefasst und die Eintragung wird sich wohl noch bis in den November hinziehen. Mein Ziel ist es nur Bankkonto und Eintragung vor Abflug geschafft zu haben um damit den Grundstein fuer effektive Arbeit zu legen, die auch offiziell anerkannt ist und damit hoffentlich deutlich erleichtert wird.
Das Batik Projekt scheint langsam wieder zum Leben zu erwachen. Wir haben jetzt doch wieder Aussicht auf baldigen Arbeitsbeginn mit der alten Gruppe. Ich habe einigen Leuten auf die Fuese getreten und nun waren Robert und Der Elder Paul beim Schulleiter der Ashanti School for the Deaf um ihn um Erlaubnis zu bitten, den Workshop ausserhalb der Schule mit Schulern weiter fuehren zu duerfen. Nach allem, was bissher mit dem neuen Schulleiter schon so passiert ist, war nicht zu erwarten, dass er aus dem Stehgreif ja sagen wuerde. Ich habe einen Entschuldigungsbrief fuer mein respektloses Benehmen geschrieben, was mir von Paul geraten wurde, um den Schulleiter zu besaenftigen. Ausserdem haben wir ein offizielles Proposal geschrieben und es sieht so aus, als ob wir damit die Schueler wohl zurueck bekommen koennen.
Ausserdem sind wir im Kontakt mit einem Gehoerlosen Batik-Kuenstler aus Cape Coast, der bei Arbeitsaufnahme zu uns kommen wird um mit uns zu arbeiten und mein Freund , der Schnitzer aus Jamasi hat mich mit zwei Batik Kuenstlerinnen bekannt gemacht, mit denen langsam wohl auch eine hoffentlich fruchtbare Wechselwirkung aufbauen kann. Mein Mentor, ein Lehrer aus dem naechsten Ort, hilft mir eine Grosbestellung an Materialien zu machen und damit sind jetzt eigentlich alle Weichen fuer die Grosproduktion gelegt. Bleibt nur zu hoffen, dass Permission granted wird.
Die wohl groeste Neuerung im Oktober ist mein neuer Laptop auf dem ich gerade schreibe. Da ich meine Zeit am Schreibtisch auch in Zukunft sinnvoll nutzen will, moechte ich anfangen an einer Website fuer die Association zu arbeiten und der mitlerweile vielleicht acht jahrige Medion mit 18GB Speicher ist fuer die entsprechenden Programme einfach zu langsam. Bei gutem Wechselkurs und nach ausgibiger Recherche habe ich mir dann jetzt in Kumasi ein schwarzes Dell Geschoss zu gelegt. Es war schon komisch in das klimatisierte Geschaeft mit einem Bazzen Scheine zu laufen und mit einem Laptop im Rucksack wieder raus und dann auf dem Motorroller davon. Aber nicht nur diese Erfahrung sondern auch der neue PC sind denke ich auf jeden Fall eine Breicherung und gute Anlage. Einziger Haken ist die englische Tastertur, die mich alle Umlaute ausschreiben laesst. Muss man halt mit leben.
Das gehoerlose Maedchen, von dem ich im Septemberbericht geschrieben habe, hat jetzt schoon die ersten Unterrichtsstunden ihres Lebens hinter sich gebracht und kann schon bis zehn zaehlen und schreiben. Es ergeben sich lustige Situationen, wenn ich mich mit der Mutter, die selbst nie zur Schule ging, in meinem sehr gerbochenen Twi unterhalte und dann, wo ich an meine Grenzen stosse Robert dazu hole, ihm auf Gebaerdensprache sage, was ich meine und er es dann in Twi fuer die Mutter uebersetzt. Gestern, bei einem Besuch im Dorf musste ich bis zum Abend warten, weil Mutter und Kind zur farm gegangen waren. Es ist irre zu sehen, wie die Mutter mit fuenf Kindern und ohne Mann, die von der Hand in den Mund lebt fuer ihre Tochter sorgt. Bei anderen Familien, die wir mitlerweile besucht haben, hiess es bei dem gehoerlosen Kind sofort, wir haben kein Geld. Helenas Mutter hat auch kein Geld aber sie versucht es. Wenn wir alle Unterstuetzungen von District Assembly und der Ssociation zusammen haebn hoffe ich, dass Helena eine gute Schuelerin wird und irgenwann, spaeter der Mutter unter die Arme greifen kann und damit allen zeigen, was gehoerlose alles koennen und warum gerade sie in die Schule muessen.
Heute bin ich noch in einem anderen Dorf um zwei Familien zu treffen. Ich hoffe, dass bei denen die selbe Iniziative entsteht und die Kinder in die Schule kommen.
Drei Fast Facts zum Oktober:
1. Wer nicht handelt ist selbst schuld, sogar bei Computern im Fachgeschaeft.
2. Casavawurzelsaft(ein Bestandteil des Sagen umwogenen Fufus) auf Schnittwunden gepresst stop die Blutung und wirkt antiseptisch.
3. Frauen, die schon Kinder geboren haben, haben immer ein Tuch um die Huefte als Teil der traditionellen Art sich zu kleiden.
Mehr zum Advent,
Henning
Sonntag, 3. Oktober 2010
Monatsbericht September
Im September war zum Glück wieder ein wenig mehr los für mich und für die ARYAD. Es fing mit unserer monatlichen Gesamtversammlung am 12. an. Meine erste Versammlung bei der ich offiziell als Koordinator gearbeitet habe. Generell ist Aufbruchsstimmung. Ich habe den ersten Stritt in Richtung bessere Koordination umgesetzt. Wir haben eine Telefonliste, mit der wir hoffentlich Vereinbarungen und Termine besser verbreiten können, sodass Leute nicht mehr sagen köönnen, dass sie nichts von einem Treffen wussten.
Die großen Pläne von Farm und Office sind momentan relativ in den Hintergrund geraten. In erster Linie wohl, weil erste einige andere Dinge erledigt werden müssen.
Unsere wichtigstes Projekt momentan ist die Einrichtung eines Bankkontos, was unsere Geldflüsse erleichtern solll und mehr Transparenz schaffen. Dafür sind wir zu verschiedenen Banken in Kumasi gegeangen um die Angebote zu vergleichen und uns ersteinmal einen Überblick zu verschaffen. Die Anforderungen, welche eigentlich alle Banken ziemlich ähnlich stellen zwingen uns nun zu noch anderen Hürden die erst gemeistert werden müssen.
Banale Dinge wie eine Postanschrift oder amtliche Unterlagen stellen aufeinmal ein Problem da. Das bestehen Postfach, besteht überraschenderweise doch nicht mehr und es muss ein neues her. Fehlende Unterlagen, die unsere Registrierung im Social Welfare bestätigen sollen, stellen nun die größte Aufgabe dar. Als ich bei dem Officer in Charge of NGO matters ein entsprechendes Dokument einholen wollte, ist ihm auf einmal aufgefallen, dass das bisher geltene Statement der SW doch nicht mehr gilt. Wir hatten schon einmal versucht, unseren eigenen Namen registrieren zu lassen und waren damals schon mit der SW in Verhandlungen. Das darmalige Ergebnis: Eine unabhängige Registrierung außerhalb der bestehenden Ghana National Association of the Deaf wird nicht gestattet aber jede Aktivität und offizielle Schreiben, werden von der SW gestützt.
Dieser Vereinbarung folgend wollte ich nun einen Brief, der uns die Einrichtung eines Bankkontos ermöglichn würde, einholen. Nach Gesprech mit dem Chief Officer und allen ist der neue Stand, dass wir uns als NGO eintragen lassen werden um damit unabhängig und eigenständig zu werden. Hierfür müssen allerdings nun wieder ander Dinge erledigt werden. Eine Satzung muss her, (es besteht schon eine, die allerdings wieder überarbeitet werden muss), und viel schwieriger: 320 Ghana Cedis wird verlangt um in den Genuss kommen zu dürfen, sich NGO zu nennen.
Für diese 320Ghana Cedis muss jetzt entweder Geld eingesammelt werden oder gewartet werden, bis die Kühe verkauft sind. Also abwarten.
Eine andere neue Aufgabe hat sich ebenfalls jetzt im September ergeben: Zu besuch in dem Dorf einer Freundin, traf ich durch einen Zufall eine Frau, die mich erst für gehörlos hielt und mir dann, nach Aufklärung erzählte, dass in ihrem Dorf ein gehörloses Mädchen leben würde, deren Eltern zu arm seien sie in die Schule zu schicken. Jetzt habe ich verschiedene Infos eingesammelt und bringe sie und einen Anderen Jungen aus einem anderen Dorf nach Jamasi um in die Schule gehen zu können. Auf den Vorschlag, wird wohl die Association selbst ohne großen Besitz etwas beisteuern und wir versuchen an öffentliche Gelder zu kommen, um die nötigen Kosten zu decken. In dieser Woche fängt die Schule an und jetzt wohl auch für zwei neue Schüler. Es ist schön zu sehen wie das Mädchen jetzt schon ein wenig auftaut und gebärdet und sich dann vorzustellen, was es für sie heißen wird, wenn sie eine Sprache lernt und sich noch viel mehr ausdrücken kann.
In sachen Batik steht immernoch ziemlich viel in den Sternen allerdings ist der Himmel auch klar. Es gibt die gute Aussicht von zwei viel versprechenden Aufträgen und generell großer Nachfrage. Was nur fehlt: Arbeiter. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen eine Vereinbarung mit der Schule zu stande kommen kann, dass Schüler weiter kommen können und sich jetzt wohl sogar ein wenig Geld verdienen. Außerdem arbeite ich gerade an einem Auftrag von 13 Stempeln. Mein Freund, der Schnitzer neben der Schule, hat mich mit einer Frau bekannt gemacht, die im großen Styl Batik produziert und verkauft. Der Beginn ist der Auftrag und ich hoffe, dass sich eine Fruchtbare Wechselwirkung ergeben wird, bei der eventuell auch Schüler bei ihr weiter machen können, wenn sie bei mir die Basics gelernt haben.
Drei FastFacts zum September:
1. In Kumasi kostet die Wasseraufnahme genauso viel wie die Abgabe: 5 pesewas(2.6Cent)
2. In Twi ist ich weis und ich weis nicht genau der selbe Satz. Nur die Stimme macht den Unterschied
3. In der ghanaischen Kultur ist Pupsen ein absolutes NoGo
Mehr in einem Monat
Euer
Henning
Die großen Pläne von Farm und Office sind momentan relativ in den Hintergrund geraten. In erster Linie wohl, weil erste einige andere Dinge erledigt werden müssen.
Unsere wichtigstes Projekt momentan ist die Einrichtung eines Bankkontos, was unsere Geldflüsse erleichtern solll und mehr Transparenz schaffen. Dafür sind wir zu verschiedenen Banken in Kumasi gegeangen um die Angebote zu vergleichen und uns ersteinmal einen Überblick zu verschaffen. Die Anforderungen, welche eigentlich alle Banken ziemlich ähnlich stellen zwingen uns nun zu noch anderen Hürden die erst gemeistert werden müssen.
Banale Dinge wie eine Postanschrift oder amtliche Unterlagen stellen aufeinmal ein Problem da. Das bestehen Postfach, besteht überraschenderweise doch nicht mehr und es muss ein neues her. Fehlende Unterlagen, die unsere Registrierung im Social Welfare bestätigen sollen, stellen nun die größte Aufgabe dar. Als ich bei dem Officer in Charge of NGO matters ein entsprechendes Dokument einholen wollte, ist ihm auf einmal aufgefallen, dass das bisher geltene Statement der SW doch nicht mehr gilt. Wir hatten schon einmal versucht, unseren eigenen Namen registrieren zu lassen und waren damals schon mit der SW in Verhandlungen. Das darmalige Ergebnis: Eine unabhängige Registrierung außerhalb der bestehenden Ghana National Association of the Deaf wird nicht gestattet aber jede Aktivität und offizielle Schreiben, werden von der SW gestützt.
Dieser Vereinbarung folgend wollte ich nun einen Brief, der uns die Einrichtung eines Bankkontos ermöglichn würde, einholen. Nach Gesprech mit dem Chief Officer und allen ist der neue Stand, dass wir uns als NGO eintragen lassen werden um damit unabhängig und eigenständig zu werden. Hierfür müssen allerdings nun wieder ander Dinge erledigt werden. Eine Satzung muss her, (es besteht schon eine, die allerdings wieder überarbeitet werden muss), und viel schwieriger: 320 Ghana Cedis wird verlangt um in den Genuss kommen zu dürfen, sich NGO zu nennen.
Für diese 320Ghana Cedis muss jetzt entweder Geld eingesammelt werden oder gewartet werden, bis die Kühe verkauft sind. Also abwarten.
Eine andere neue Aufgabe hat sich ebenfalls jetzt im September ergeben: Zu besuch in dem Dorf einer Freundin, traf ich durch einen Zufall eine Frau, die mich erst für gehörlos hielt und mir dann, nach Aufklärung erzählte, dass in ihrem Dorf ein gehörloses Mädchen leben würde, deren Eltern zu arm seien sie in die Schule zu schicken. Jetzt habe ich verschiedene Infos eingesammelt und bringe sie und einen Anderen Jungen aus einem anderen Dorf nach Jamasi um in die Schule gehen zu können. Auf den Vorschlag, wird wohl die Association selbst ohne großen Besitz etwas beisteuern und wir versuchen an öffentliche Gelder zu kommen, um die nötigen Kosten zu decken. In dieser Woche fängt die Schule an und jetzt wohl auch für zwei neue Schüler. Es ist schön zu sehen wie das Mädchen jetzt schon ein wenig auftaut und gebärdet und sich dann vorzustellen, was es für sie heißen wird, wenn sie eine Sprache lernt und sich noch viel mehr ausdrücken kann.
In sachen Batik steht immernoch ziemlich viel in den Sternen allerdings ist der Himmel auch klar. Es gibt die gute Aussicht von zwei viel versprechenden Aufträgen und generell großer Nachfrage. Was nur fehlt: Arbeiter. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen eine Vereinbarung mit der Schule zu stande kommen kann, dass Schüler weiter kommen können und sich jetzt wohl sogar ein wenig Geld verdienen. Außerdem arbeite ich gerade an einem Auftrag von 13 Stempeln. Mein Freund, der Schnitzer neben der Schule, hat mich mit einer Frau bekannt gemacht, die im großen Styl Batik produziert und verkauft. Der Beginn ist der Auftrag und ich hoffe, dass sich eine Fruchtbare Wechselwirkung ergeben wird, bei der eventuell auch Schüler bei ihr weiter machen können, wenn sie bei mir die Basics gelernt haben.
Drei FastFacts zum September:
1. In Kumasi kostet die Wasseraufnahme genauso viel wie die Abgabe: 5 pesewas(2.6Cent)
2. In Twi ist ich weis und ich weis nicht genau der selbe Satz. Nur die Stimme macht den Unterschied
3. In der ghanaischen Kultur ist Pupsen ein absolutes NoGo
Mehr in einem Monat
Euer
Henning
Mittwoch, 1. September 2010
Monatsbericht August
Seit heute bin ich offiziell nicht mehr an der Schule beschäftigt sondern meine Anstellung ist zur Association übergelaufen. Im August drehte es sich bei mir viel um verschiedene Geschichten die mein weiteres Bleiben ermöglichen sollten. Visums anträge wollten geschrieben werden, neue Verträge unterzeichnet und und und. Die Schuzle habe ich nun verlassen und bin jetzt endgültig umgezogen. Ich habe das Zimmer meiner Wahl bekommen im Haus von Robert. Wir mussten nur noch ausfägen und die Decke machen und Zack hatte ich ein neues Zuhause. Es ist groß, näher am Essen und vor allem ganz für mich allein und sogar mit Schreibtisch. Der einzige Nachteil: das Haus hat kein Klo. Zu dem Fall müssen wir momentan noch irgendwelche Notlösungen finden.
Außerdem war wohl ein Höhepunkt im August das Fussballspiel Kumasi Deaf gegen Koforidua Deaf in Koforidua, Eastern Region. Sammt An- und Abreise im völlig überfüllten Sprinter war es auf jeden Fall ein Abenteuer, gekrönt von dem 1:0Sieg, den wir unerwartet mit nach Hause bringen konnten. Jetzt befinden wir uns in den Vorbereitungen das Rückspiel zu organisieren, wobei es durchaus eine Herausvorderung darstellt eben so gute Bedingungen zu stellen, wie wir sie in Koforidua antreffen durften mit FIFA-Schitsrichtern, Stadion und allem drumm und dran. Davon wohl mehr im nächsten Bericht.
Warum sonst im August nicht soviel passsiert ist, lag wohl daran, dass ich krank war. Malaria geht eben an keinem vorbei. Wohl schon zum zweiten Mal jetzt habe ich die Sagen umwogene Tropenkrankheit bekommen. Nur das sie mich dieses Mal doch mehr von den Socken gehauen hat. Meine persönlichen Symptome sind starke Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Migrene ähnliche Augenhöhlenschmerzen aber am stärksten Schwäche und Kreislaufprobleme. Wenn man sich viel ausruht ist das kein Problem, wenn nicht zwingt einen der Körper dazu. Naja, ob es die Akut Medikamente waren oder meine Profilaxe, ich bin jedenfalls wieder auf den Beinen. Ich wünsch es auf jeden Fall keinem, obwohl es bei mir wohl nur eine abgeschwachte Variante war und ich nicht 25Kilo verlloren hab und am Tropf hing. Also für alle die auch mal in Malariagebiete fahren werden. Immer schön Profilaxe nehmen und nicht zu viel Panik es muss nicht immer schlimm ausfallen.
Drei Fastfacts zum August:
1. Kokusnusspalmen sterben schnell, wennn man nur einen heisen Nagel in den Stamm schlägt
2. Englisch: pen pal, bedeutet Brieffreund
3. Malaria bricht verspätet aus, weil der Erreger sich erst in der Leber einsiedeln muss
Mehr in einem Monat
Außerdem war wohl ein Höhepunkt im August das Fussballspiel Kumasi Deaf gegen Koforidua Deaf in Koforidua, Eastern Region. Sammt An- und Abreise im völlig überfüllten Sprinter war es auf jeden Fall ein Abenteuer, gekrönt von dem 1:0Sieg, den wir unerwartet mit nach Hause bringen konnten. Jetzt befinden wir uns in den Vorbereitungen das Rückspiel zu organisieren, wobei es durchaus eine Herausvorderung darstellt eben so gute Bedingungen zu stellen, wie wir sie in Koforidua antreffen durften mit FIFA-Schitsrichtern, Stadion und allem drumm und dran. Davon wohl mehr im nächsten Bericht.
Warum sonst im August nicht soviel passsiert ist, lag wohl daran, dass ich krank war. Malaria geht eben an keinem vorbei. Wohl schon zum zweiten Mal jetzt habe ich die Sagen umwogene Tropenkrankheit bekommen. Nur das sie mich dieses Mal doch mehr von den Socken gehauen hat. Meine persönlichen Symptome sind starke Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Migrene ähnliche Augenhöhlenschmerzen aber am stärksten Schwäche und Kreislaufprobleme. Wenn man sich viel ausruht ist das kein Problem, wenn nicht zwingt einen der Körper dazu. Naja, ob es die Akut Medikamente waren oder meine Profilaxe, ich bin jedenfalls wieder auf den Beinen. Ich wünsch es auf jeden Fall keinem, obwohl es bei mir wohl nur eine abgeschwachte Variante war und ich nicht 25Kilo verlloren hab und am Tropf hing. Also für alle die auch mal in Malariagebiete fahren werden. Immer schön Profilaxe nehmen und nicht zu viel Panik es muss nicht immer schlimm ausfallen.
Drei Fastfacts zum August:
1. Kokusnusspalmen sterben schnell, wennn man nur einen heisen Nagel in den Stamm schlägt
2. Englisch: pen pal, bedeutet Brieffreund
3. Malaria bricht verspätet aus, weil der Erreger sich erst in der Leber einsiedeln muss
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Samstag, 14. August 2010
Neue Arbeitsstelle
ASHANTI REG. YOUTH ASSOCIATION OF THE DEAF
BOX 12128 KUMASI-ADUM, KUMASI
Die Ashanti Regional Youth Association of the Deaf wurde im Jahre 2005 von 5 Jugendlichen als Zweig der Regionalen Sektion der nationalen Deaf Association (GNAD Region Ashanti) gegründet. Das Motiv der Neugründung eines Jugendflügels in der Nationalen Gesellschaft war damals und ist immernoch das Verbessern der sozialen und praktischen Lebenssituation der Gehörlosen Jugendlichen und jungen Erwachsen in der Ashanti Region. Der Ashanti Deaf Youth Wing (ash, Gehoerlosen Jugendfluegel) ist aus Eigeninitiative entstanden, von jungen Gehörlosen in dieser Region die unzufrieden mit dem aktuellen Zustand gemeinsam für sich und andere etwas ändern wollten und wollen.
Aus dem regionalem Jugendzweig der nationalen Gehölosen Vereinigung ist nun die eigenständige Ashanti Regional Youth Association of the Deaf (ARYAD) geworden.
Soziale Situation der gehörlosen jungen Menschen in Ashanti, Ghana
Die Ashanti Region hat mit der Ashanti School for the Deaf eine Lehrinstitution für Gehörlose. Trotz unzureichenden Bedingungen und einem eventuell weniger aussagekräftigem Abschluss erlernen die Schüler an der Ashanti School for the Deaf etwas elemantar wichtiges, die Gebärdensprache. Die Ghanaische Gebärdensprache, welche sich aus der Amerikanischen Gebärdensprache entwickelt hat und dieser noch sehr nahe ist, gibt den Kindern ein Kommunikationsmedium.
Erst durch Kommunikation kann auch richtige Sozialisierung beginnen, weshalb die Sozialisierung und Karakterbildung der meisten Kinder erst in der Schule beginnt. Da jene Sozialisierung in erster Linie dort statt findet ist sie damit vor allem eine Sozialisierung in die Gehörlosengemeinschaft. Der Bruch, der bei den meisten Jugendlichen mit dem Schulabschluss und damit der Abnabelung der zentralen kulturellen und sozialen Institution stattfindet, ist sehr stark. Es gab und gibt kaum soziale Netzwerke und Institutionen, die die soziale Entwicklung der Jugendlichen auffangen und weiterfuehren. Die Sozialen Strukturen beschrenken sich auf private Beziehungen, weiterhin auf die Schule als gelegentlicher Wiedersehensort, einige Kirchen und einen im zentralen Kumasi gelegenen Glassschneider als allgemeinen Treffpunkt. Aktives kulturelles Zusammenleben ist jedoch sehr erschwert und in vielen Fällen enden die gehörlosen Jugendlichen schon nach der Schule in, durch Sprachbarrieren bedingte, Einsamkeit.
Akademische Situation der gehörlosen Jugendlichen in Ashanti, Ghana
In der Ashanti Region Ghanas gibt es eine Gehörlosenschule mit etwa 450 Schülern und Schülerinnen. An der Schule hat die Mehrheit der Lehrer keine bis geringe Spezialqualifikation für das Unterrichten gehörloser Kinder und lernt von der Regierung stationiert erst an der Schule die Ghanaische Gebärdensprache. Aus dieser Situation allein schon erschließen sich Vorraussetzungen die in Ghana schlussendlich Gehörlosigkeit zu einer stärkeren Behinderung machen, als sie in den meisten entwickelten Ländern ist.
In der Schule erhalten die Schüler dennoch eine Schulausbildung die zum gleichen Junior-High-School-Abschluss führt wie jene für hörende Kinder.
Nach diesem Schulabschluss können die Schüler optionell eine berufsspezifische Weiterbildung anhängen. Der Vocational-(Berufsschul-)Zweig der Ashanti School for the Deaf bietet die Handwerke: Textilien(traditionelles Kente-Weben und Batik Tye and Dye), Tischlern, Kochen und Schneidern an. Jedoch ergibt sich aus den Lücken in der vorhergangenen Schulbildung, begrenztem Buget, vermehrt unterschätzendem Bild der Schüler und der Wahl der Handwerke eine kaum zielgerrichtete Weiterbildung. In der Regel ermöglicht sie den Schülern nach drei Jahren nicht, mit dem Erlernten das eigene täglich Brot verdienen zu können.
Eine akademische Weiterbildung ist an der einzigen Senior-High-School for the Deaf in Mampong (Eastern Region) moeglich. Jedoch ist sie kostenpflichtig und damit für viele potenziell geeignete Kandidaten unerreichbar.
Der erfolgreiche Abschluss einer Senior-High-School qualifiziert in Ghana für das Studieren an einer Universität. Praktisch ist es für gehörlose junge Menschen sehr schwer. Da neben dem enormen finanziellen Aufwand es kaum oder nur teure Dolmetscher gibt und vom Staat keine Unterstützung gewährleistet wird.
Aus diesen schlechten Bedingung resultiert neben einem sozialen Bruch mit Beendigung der Schullaufbahn auch berufliche Perspektivlosigkeit und damit oft langanhaltene Abhängigkeit von den Eltern, Armut und im schlimmsten Falle Kriminalität.
Aktivitäten der ARYAD
Seit ihrer Gründung wuchs die ARYAD von 5 auf mehr als 120 Mitglieder beider Geschlechter im Alter von 10 bis 35 Jahren. Durch Eigeniniziative und in kompletter Eigenregie hat sich eine Vereinsstruktur entwickelt mit gewähltem Presidenten, Executive und Fussballmanschaft. Es gibt einen monatlichen Vereinsbeitrag, der gemeinschaftliche Aktivitäten finanziert und monatlich abgehaltene Versammlungen. Eigenständig werden Beschlüsse über politische, kulturelle und soziale Aktivitäten getroffen.
Trotz des schon vier jährigen Bestehens, konnten bisherige Pläne der ARYAD vor allem aus finanziellen Gründen nicht in die Tat ungesetzt werden.
Es gab einen groß angelegten Versuch eine Berufsschule mit den Fächern Batik, Tischlern, Schneidern, ICT, Weben und Landwirtschaft einzurichten, was allerdings schon im Vorfelde am administrativen und finanziellen Aufwand scheitern musste.
Es gab gemeinschaftliche Aktivitäten, wie einen gemeinsamen Ausflug zu Ostern. Doch weitere Pläne für ein gemeinsames Silvester mussten abermals an den Finanzen scheitern.
Aktuelle Aktivitäten
Politik
Innerhalb des letzten halben Jahrs hat die ARYAD verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Es gab den Versuch sich formell und offiziell von der Mutter-Vereinigung abzuspalten und in der Regional Register einen eigenen Namen zu etablieren und damit komplette Unabhängigkeit zu besiegeln. Der Antrag wurde von Seiten der Social Welfare abgelehnt. Die politische Position der ARYAD hat sich damit allerdings trotzdem geändert, da von der Social Welfare amtliche Unterstützung bei jeder Aktivität zuversichert wurde.
Konkret damit verbunden ist momentan die Suche nach einem Konto auf einer geeigneten Bank für bessere und sicherere Geldflüsse innerhalb der Association und von außen und der geplante Beitritt einer Partei für wenigstens potenzielle Lobbyarbeit.
Farm
Mit der Unterstützung zweier Kirchengemeinden in Deutschland (Kirchengemeinde Blankenese, Kirchengemeinde Sülldorf – Iserbrook) konnte die ARYAD einige ihrer vielen Ideen kürzlich in die Tat umsetzen.
Gemeinschaftlich hat sich die ARYAD im Februar drei Kühe gekauft. Schon längere gab es die Überlegung eine gemeinschaftliche Farm zu beginnen um einerseits Gemeinschaftskapital zu erhalten allerdings ebensowichtig eine neue Ausbildungsmöglichkeit zu gründen. Die Farm war geplant sowohl Lebensmittelanbau als auch Tierhaltung zu enthalten. Bedingt durch den Zeitpunkt zu dem sich die finanzielle Möglichkeit ergab wurde bis jetzt nur die Tierhaltung in die Tat umgesetzt. Die drei Kühe werden auf öffentlichem Grund mit einer großen Herde gehalten und Es gibt eine Arbeitsgruppe unter der Aufsicht eines gehörlosen Fachmanns, die die Kühe mit Wasser, Futter und Medikamenten versorgt.
Fußballmanschaft
Die Deaf Youth Glitter Stars ist die Gehörlosen Fusballmanschaft in Kumasi. Unter Eigenregie finden wöchentliches Training und Freundschaftsspiele statt. Da es keine Liga oder ähnliche Strukturen gibt, in denen die Manschaft eingegliedert ist, bestehen die Wettkampfaktivitäten der Manschaft in erster Linie aus Spielen gegen hörende Amateur Teams, die ASH-Deaf Schulmanschaft oder andere Gehörlose Regionalmanschaften.
Es gab ein Neujahrstrainingslager und Auswertsspiele in Biniani, Bechem oder Koforidua sowie Heimspiele in Kumasi und Jamasi.
ARYAD at ASH-DEAF
Am 10. Juli 2010 veranstaltete die ARYAD einen Tag voller gemeinschaftlicher Aktivitäten an der Ashant School for the Deaf. 20 Mitglieder organisierten einen Batik Workshop, Dame- und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turniere und Fußball sowie Volleyballwettkämpfe mit abschliesender Preisverleihung. Es war ein schöner Tag des Zusammenseins und eine willkommende Abwechslung zum normalen Schulalltag der Schüler.
Batik Workshop
Unter der Aufsicht eines deutschen Freiwilligen findet an der Ashanti School for the Deaf ein Batik-Workshop statt, der von der ARYAD unterstützt wird. Nachmittags unterrichten sich in erster Linie Schülerinnen gegenseitig das Waxdrucken und Färben von Stoffen. Die Produkte werden verkauft und der Gewinn reinvestiert.
Pläne
Farm -Mitte September am Ende der muslimischen Fastenzeit Ramadan, sollen die bis dahin angefütterten Kühe verkauft werden. Mit dem Gewinn wird dann die Idee der Farm weiter in die Tat umgesetzt. Um die Nutzpflanzen anbauen zu können, muss Land gekauft und bestellt, ebenso wie Geräte und Saatgut beschafft werden. Zunächst wird mit dem Anbau von Bohnen und Ingwer begonnen um dann im Mai zur richtigen Zeit Mais im großen Stil anzubauen.
Office -Es besteht der Wunsch eine gemeinsame Geschäftsstelle zu gründen. Mit den Einnahmen aus Landwirtschaft und Tierhaltung sollen Räume möglichst zentral in Kumasi gemietet werden. Die Geschäftstelle wird viele Funktionen gleichzeitig erfüllen. Zum einen als Anlaufstelle für interne und externe, damit Koordinationspunkt für eigene Aktivitäten Kontakt- und Informationsstelle für Interessierte. Eine Wichtigkeit eines solchen Ortes ist die Representation nach außen. Es können verschiedene Produkte Made by the Deaf verkauft werden, Aufklärung über Gehörlosigkeit betrieben werden und Kontakte geknüpft.
Kontakt
Robert K. Acheampong (Chairman)
P.O.Box 39,
Jamasi-Ashanti
E-Mail: robertdeaf23@yahoo.ca
Mobile SMS: +233279370493
Henning Lemcke (Coordinator)
E-Mail: henninglemcke@web.de
Mobile: +233540560181
BOX 12128 KUMASI-ADUM, KUMASI
Die Ashanti Regional Youth Association of the Deaf wurde im Jahre 2005 von 5 Jugendlichen als Zweig der Regionalen Sektion der nationalen Deaf Association (GNAD Region Ashanti) gegründet. Das Motiv der Neugründung eines Jugendflügels in der Nationalen Gesellschaft war damals und ist immernoch das Verbessern der sozialen und praktischen Lebenssituation der Gehörlosen Jugendlichen und jungen Erwachsen in der Ashanti Region. Der Ashanti Deaf Youth Wing (ash, Gehoerlosen Jugendfluegel) ist aus Eigeninitiative entstanden, von jungen Gehörlosen in dieser Region die unzufrieden mit dem aktuellen Zustand gemeinsam für sich und andere etwas ändern wollten und wollen.
Aus dem regionalem Jugendzweig der nationalen Gehölosen Vereinigung ist nun die eigenständige Ashanti Regional Youth Association of the Deaf (ARYAD) geworden.
Soziale Situation der gehörlosen jungen Menschen in Ashanti, Ghana
Die Ashanti Region hat mit der Ashanti School for the Deaf eine Lehrinstitution für Gehörlose. Trotz unzureichenden Bedingungen und einem eventuell weniger aussagekräftigem Abschluss erlernen die Schüler an der Ashanti School for the Deaf etwas elemantar wichtiges, die Gebärdensprache. Die Ghanaische Gebärdensprache, welche sich aus der Amerikanischen Gebärdensprache entwickelt hat und dieser noch sehr nahe ist, gibt den Kindern ein Kommunikationsmedium.
Erst durch Kommunikation kann auch richtige Sozialisierung beginnen, weshalb die Sozialisierung und Karakterbildung der meisten Kinder erst in der Schule beginnt. Da jene Sozialisierung in erster Linie dort statt findet ist sie damit vor allem eine Sozialisierung in die Gehörlosengemeinschaft. Der Bruch, der bei den meisten Jugendlichen mit dem Schulabschluss und damit der Abnabelung der zentralen kulturellen und sozialen Institution stattfindet, ist sehr stark. Es gab und gibt kaum soziale Netzwerke und Institutionen, die die soziale Entwicklung der Jugendlichen auffangen und weiterfuehren. Die Sozialen Strukturen beschrenken sich auf private Beziehungen, weiterhin auf die Schule als gelegentlicher Wiedersehensort, einige Kirchen und einen im zentralen Kumasi gelegenen Glassschneider als allgemeinen Treffpunkt. Aktives kulturelles Zusammenleben ist jedoch sehr erschwert und in vielen Fällen enden die gehörlosen Jugendlichen schon nach der Schule in, durch Sprachbarrieren bedingte, Einsamkeit.
Akademische Situation der gehörlosen Jugendlichen in Ashanti, Ghana
In der Ashanti Region Ghanas gibt es eine Gehörlosenschule mit etwa 450 Schülern und Schülerinnen. An der Schule hat die Mehrheit der Lehrer keine bis geringe Spezialqualifikation für das Unterrichten gehörloser Kinder und lernt von der Regierung stationiert erst an der Schule die Ghanaische Gebärdensprache. Aus dieser Situation allein schon erschließen sich Vorraussetzungen die in Ghana schlussendlich Gehörlosigkeit zu einer stärkeren Behinderung machen, als sie in den meisten entwickelten Ländern ist.
In der Schule erhalten die Schüler dennoch eine Schulausbildung die zum gleichen Junior-High-School-Abschluss führt wie jene für hörende Kinder.
Nach diesem Schulabschluss können die Schüler optionell eine berufsspezifische Weiterbildung anhängen. Der Vocational-(Berufsschul-)Zweig der Ashanti School for the Deaf bietet die Handwerke: Textilien(traditionelles Kente-Weben und Batik Tye and Dye), Tischlern, Kochen und Schneidern an. Jedoch ergibt sich aus den Lücken in der vorhergangenen Schulbildung, begrenztem Buget, vermehrt unterschätzendem Bild der Schüler und der Wahl der Handwerke eine kaum zielgerrichtete Weiterbildung. In der Regel ermöglicht sie den Schülern nach drei Jahren nicht, mit dem Erlernten das eigene täglich Brot verdienen zu können.
Eine akademische Weiterbildung ist an der einzigen Senior-High-School for the Deaf in Mampong (Eastern Region) moeglich. Jedoch ist sie kostenpflichtig und damit für viele potenziell geeignete Kandidaten unerreichbar.
Der erfolgreiche Abschluss einer Senior-High-School qualifiziert in Ghana für das Studieren an einer Universität. Praktisch ist es für gehörlose junge Menschen sehr schwer. Da neben dem enormen finanziellen Aufwand es kaum oder nur teure Dolmetscher gibt und vom Staat keine Unterstützung gewährleistet wird.
Aus diesen schlechten Bedingung resultiert neben einem sozialen Bruch mit Beendigung der Schullaufbahn auch berufliche Perspektivlosigkeit und damit oft langanhaltene Abhängigkeit von den Eltern, Armut und im schlimmsten Falle Kriminalität.
Aktivitäten der ARYAD
Seit ihrer Gründung wuchs die ARYAD von 5 auf mehr als 120 Mitglieder beider Geschlechter im Alter von 10 bis 35 Jahren. Durch Eigeniniziative und in kompletter Eigenregie hat sich eine Vereinsstruktur entwickelt mit gewähltem Presidenten, Executive und Fussballmanschaft. Es gibt einen monatlichen Vereinsbeitrag, der gemeinschaftliche Aktivitäten finanziert und monatlich abgehaltene Versammlungen. Eigenständig werden Beschlüsse über politische, kulturelle und soziale Aktivitäten getroffen.
Trotz des schon vier jährigen Bestehens, konnten bisherige Pläne der ARYAD vor allem aus finanziellen Gründen nicht in die Tat ungesetzt werden.
Es gab einen groß angelegten Versuch eine Berufsschule mit den Fächern Batik, Tischlern, Schneidern, ICT, Weben und Landwirtschaft einzurichten, was allerdings schon im Vorfelde am administrativen und finanziellen Aufwand scheitern musste.
Es gab gemeinschaftliche Aktivitäten, wie einen gemeinsamen Ausflug zu Ostern. Doch weitere Pläne für ein gemeinsames Silvester mussten abermals an den Finanzen scheitern.
Aktuelle Aktivitäten
Politik
Innerhalb des letzten halben Jahrs hat die ARYAD verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Es gab den Versuch sich formell und offiziell von der Mutter-Vereinigung abzuspalten und in der Regional Register einen eigenen Namen zu etablieren und damit komplette Unabhängigkeit zu besiegeln. Der Antrag wurde von Seiten der Social Welfare abgelehnt. Die politische Position der ARYAD hat sich damit allerdings trotzdem geändert, da von der Social Welfare amtliche Unterstützung bei jeder Aktivität zuversichert wurde.
Konkret damit verbunden ist momentan die Suche nach einem Konto auf einer geeigneten Bank für bessere und sicherere Geldflüsse innerhalb der Association und von außen und der geplante Beitritt einer Partei für wenigstens potenzielle Lobbyarbeit.
Farm
Mit der Unterstützung zweier Kirchengemeinden in Deutschland (Kirchengemeinde Blankenese, Kirchengemeinde Sülldorf – Iserbrook) konnte die ARYAD einige ihrer vielen Ideen kürzlich in die Tat umsetzen.
Gemeinschaftlich hat sich die ARYAD im Februar drei Kühe gekauft. Schon längere gab es die Überlegung eine gemeinschaftliche Farm zu beginnen um einerseits Gemeinschaftskapital zu erhalten allerdings ebensowichtig eine neue Ausbildungsmöglichkeit zu gründen. Die Farm war geplant sowohl Lebensmittelanbau als auch Tierhaltung zu enthalten. Bedingt durch den Zeitpunkt zu dem sich die finanzielle Möglichkeit ergab wurde bis jetzt nur die Tierhaltung in die Tat umgesetzt. Die drei Kühe werden auf öffentlichem Grund mit einer großen Herde gehalten und Es gibt eine Arbeitsgruppe unter der Aufsicht eines gehörlosen Fachmanns, die die Kühe mit Wasser, Futter und Medikamenten versorgt.
Fußballmanschaft
Die Deaf Youth Glitter Stars ist die Gehörlosen Fusballmanschaft in Kumasi. Unter Eigenregie finden wöchentliches Training und Freundschaftsspiele statt. Da es keine Liga oder ähnliche Strukturen gibt, in denen die Manschaft eingegliedert ist, bestehen die Wettkampfaktivitäten der Manschaft in erster Linie aus Spielen gegen hörende Amateur Teams, die ASH-Deaf Schulmanschaft oder andere Gehörlose Regionalmanschaften.
Es gab ein Neujahrstrainingslager und Auswertsspiele in Biniani, Bechem oder Koforidua sowie Heimspiele in Kumasi und Jamasi.
ARYAD at ASH-DEAF
Am 10. Juli 2010 veranstaltete die ARYAD einen Tag voller gemeinschaftlicher Aktivitäten an der Ashant School for the Deaf. 20 Mitglieder organisierten einen Batik Workshop, Dame- und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turniere und Fußball sowie Volleyballwettkämpfe mit abschliesender Preisverleihung. Es war ein schöner Tag des Zusammenseins und eine willkommende Abwechslung zum normalen Schulalltag der Schüler.
Batik Workshop
Unter der Aufsicht eines deutschen Freiwilligen findet an der Ashanti School for the Deaf ein Batik-Workshop statt, der von der ARYAD unterstützt wird. Nachmittags unterrichten sich in erster Linie Schülerinnen gegenseitig das Waxdrucken und Färben von Stoffen. Die Produkte werden verkauft und der Gewinn reinvestiert.
Pläne
Farm -Mitte September am Ende der muslimischen Fastenzeit Ramadan, sollen die bis dahin angefütterten Kühe verkauft werden. Mit dem Gewinn wird dann die Idee der Farm weiter in die Tat umgesetzt. Um die Nutzpflanzen anbauen zu können, muss Land gekauft und bestellt, ebenso wie Geräte und Saatgut beschafft werden. Zunächst wird mit dem Anbau von Bohnen und Ingwer begonnen um dann im Mai zur richtigen Zeit Mais im großen Stil anzubauen.
Office -Es besteht der Wunsch eine gemeinsame Geschäftsstelle zu gründen. Mit den Einnahmen aus Landwirtschaft und Tierhaltung sollen Räume möglichst zentral in Kumasi gemietet werden. Die Geschäftstelle wird viele Funktionen gleichzeitig erfüllen. Zum einen als Anlaufstelle für interne und externe, damit Koordinationspunkt für eigene Aktivitäten Kontakt- und Informationsstelle für Interessierte. Eine Wichtigkeit eines solchen Ortes ist die Representation nach außen. Es können verschiedene Produkte Made by the Deaf verkauft werden, Aufklärung über Gehörlosigkeit betrieben werden und Kontakte geknüpft.
Kontakt
Robert K. Acheampong (Chairman)
P.O.Box 39,
Jamasi-Ashanti
E-Mail: robertdeaf23@yahoo.ca
Mobile SMS: +233279370493
Henning Lemcke (Coordinator)
E-Mail: henninglemcke@web.de
Mobile: +233540560181
Monatsbericht Juli
Monatsbericht Juli
Das Ende des Julis war das Ende des dritten Schulterms und damit meines Dienstes in der Schule. Es kam alles recht plötzlich und ein wenig durcheinander. Auf einmal waren die Examen da und dann rum. Korrigieren und austeilen. Das Schuljahr ist rum und wir sind raus unspektatulär und unerwaehnt. Ereignesreich hingegen war die endgültig offizielle Eröffnung der Dinning Hall. Dafür sind die Sponsoren aus Holland angereist und nach vielen offiziellen und inoffiziellen aber in beiden Fällen aufregenden Meetings und Gesprächen gekrönt von der Eröffnungsrede des Schul Management Komitees, spektakulär wieder abgereist.
Die Holländer sind eine sehr große Organisation, sehr Finanzstark und sehr genau. Man kann die ganze Situation eigentlich nicht beschreiben ohne partei mit eine der Seiten zu ergreifen. Jedenfalls sind nun alle Beziehungen gekappt und es wird wohl nicht nur für die Schüler der Schule starke Folgen haben. Ich habe ein Gefühl bekommen, wie schwer es sein kann, bei einer Wechselwirkung zwischen „Hilfsorganisation“ und „Geholfenen“ wirklich gute Resultate raus zu bekommen , vor allem wenn viel Geld im Spiel ist. Zentral ist Gradwanderung zwischen Eigenkontrolle und Investorenbestimmung.
Ich befinde mich gerade im Übergang von der Arbeit in der Schule zur ARYAD. Von den Schülern war es damit kein wirklicher Abschied, was auch irgendwie seltsam ist. Wie das Batik-Projekt weiterlaufen wird, ist momentan durch viele Einflüsse ungewiss geworden. Die Frage ist wo, mit wem und mit welchem Geld? Ich bin nicht mehr in der Schule, weshalb ich es nicht mehr dort machen kann/will. Gestern habe ich das Zimmer in dem Haus von Robert gegenüber vom Schulgelände nun endlich zugesichert bekommen. Damit könnte ich es dort machen aber ob die Schüler dafür Nachmittags die Schule verlassen dürfen ist noch lange nicht klar. Damit ist nicht sicher, ob ich überhaupt Schüler haben werde, die mit mir arbeiten können. Mit welchem Geld? Die Holländer haben mir die Unterstützung zugesagt, mit der ich auf ein anderes Level gehen könnte, nur mit Bedingungen, die ich nicht erfüllen kann. Wie soll ich in Kumasi mit niemandem aber viel Geld arbeiten, wenn ich in Jamasi interessierte 8 Schüler habe aber nur unsere eigenen Einnahmen. Wir werden sehen.
Ansonsten haben wir den Mais vor Haus geerntet und arbeiten konzentriert am Entspannen und mein Bleiben vorbereiten.
Also nicht viel zu erzählen,
Ich denke in einem Monat mehr.
Das Ende des Julis war das Ende des dritten Schulterms und damit meines Dienstes in der Schule. Es kam alles recht plötzlich und ein wenig durcheinander. Auf einmal waren die Examen da und dann rum. Korrigieren und austeilen. Das Schuljahr ist rum und wir sind raus unspektatulär und unerwaehnt. Ereignesreich hingegen war die endgültig offizielle Eröffnung der Dinning Hall. Dafür sind die Sponsoren aus Holland angereist und nach vielen offiziellen und inoffiziellen aber in beiden Fällen aufregenden Meetings und Gesprächen gekrönt von der Eröffnungsrede des Schul Management Komitees, spektakulär wieder abgereist.
Die Holländer sind eine sehr große Organisation, sehr Finanzstark und sehr genau. Man kann die ganze Situation eigentlich nicht beschreiben ohne partei mit eine der Seiten zu ergreifen. Jedenfalls sind nun alle Beziehungen gekappt und es wird wohl nicht nur für die Schüler der Schule starke Folgen haben. Ich habe ein Gefühl bekommen, wie schwer es sein kann, bei einer Wechselwirkung zwischen „Hilfsorganisation“ und „Geholfenen“ wirklich gute Resultate raus zu bekommen , vor allem wenn viel Geld im Spiel ist. Zentral ist Gradwanderung zwischen Eigenkontrolle und Investorenbestimmung.
Ich befinde mich gerade im Übergang von der Arbeit in der Schule zur ARYAD. Von den Schülern war es damit kein wirklicher Abschied, was auch irgendwie seltsam ist. Wie das Batik-Projekt weiterlaufen wird, ist momentan durch viele Einflüsse ungewiss geworden. Die Frage ist wo, mit wem und mit welchem Geld? Ich bin nicht mehr in der Schule, weshalb ich es nicht mehr dort machen kann/will. Gestern habe ich das Zimmer in dem Haus von Robert gegenüber vom Schulgelände nun endlich zugesichert bekommen. Damit könnte ich es dort machen aber ob die Schüler dafür Nachmittags die Schule verlassen dürfen ist noch lange nicht klar. Damit ist nicht sicher, ob ich überhaupt Schüler haben werde, die mit mir arbeiten können. Mit welchem Geld? Die Holländer haben mir die Unterstützung zugesagt, mit der ich auf ein anderes Level gehen könnte, nur mit Bedingungen, die ich nicht erfüllen kann. Wie soll ich in Kumasi mit niemandem aber viel Geld arbeiten, wenn ich in Jamasi interessierte 8 Schüler habe aber nur unsere eigenen Einnahmen. Wir werden sehen.
Ansonsten haben wir den Mais vor Haus geerntet und arbeiten konzentriert am Entspannen und mein Bleiben vorbereiten.
Also nicht viel zu erzählen,
Ich denke in einem Monat mehr.
Freitag, 16. Juli 2010
Monatsbericht Juni - Halb Juli
Ich kriege es einfach nicht hin die Monatsberichte rechtzeitig abzuliefern. Ich hoffe, dass ihr mir das nicht zu uebel nehmt. Aber nu ist er da, hura.
Der Juni war verregnet und angenehm kuehl. Wie ich hoere Kontrastprogramm zu Deutschland derzeit. In diesem Fall aber auch gut so.
Der Term, der im letzten Bericht gerade angefangen hatte, ist nun schon wieder vorbei. Eine Woche nach inoffiziellem und illegalem Midtermbreak ist gerade Sportwettkampf im Dorf und Naechste Woche fangen die Examen an. Daher glaube ich, dass dieser Monat nicht nur schnell rum gegangen ist, da am Ende eh die Zeit fliegt sondern, weil man ihn so gutes ging zusammen gestaucht hat. Die kurze Zeit des Unterrichts war akzeptabel. Meine Schuelerschaft habe ich, beziehungsweise haben sich selbst nur noch auf die Vocational 1 Klasse beschrenkt. Bei denen lief der Unterricht dann schleppend aber gut. In Mathe habe ich mich kuriler Weise erst kurz vor Ende meines Dienstes an der Schule auf die Grundfesten der Mathematikk zurueck gezogen und unterrichte Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division grosser Zahlen. Das jedes hoehere Thema kein Sinn macht, wenn die Grundrechenarten noch Probleme machen haette ich mir mal schon frueher einfallen lassen sollen. Ausserdem habe ich nun am Schluss entschieden: ich unterrichte, wozu ihr lust habt: In Mathe waren es die Schueler, die sich zu diesem Thema entschieden haben und in Englisch Unterrichte ich nun in den letzten Stunden eine art Sozialkunde innerhalb der Gehoerlosen Gesellschaft. Was fuer Ghana wichtige Personen wie Andrew Foster(gehoerloser afroamerikanischer Missionar, der die Alphabetisierung der Gehoerlosen nach Ghana gebracht hat) oder News of the Deaf.
Ein grosser Einfluss auf Schul- und Alltagsleben war natuerlich, wie sollte es anders sein die Fussball-WM. Ab Zwoelf Uhr Mittags lag eigentlich ueberall der Unterricht flach und man konnte Lehrer sowie Schueler eher vor Fernsehern finden. Verstaendlich bei dem Event auf Afrikanischem Boden und der Performance die Ghana abgeliefert hat. Es war eigenltich in jedem Gespraech, was man so beluschern konnte von Fusball die Rede. Mein Top WM-Erlebnis @ ASH-Deaf war nach dem ersten Sieg von Ghana, wo wirklich die ganze Dinninghall voll und aus dem Haeuschen war. Es hat an nichts gefehlt. Fahnen, geschminkte Gesichter, Trommelschlag und sogar Rauchbomben haette man mit dem Puder verwechseln koennen, der die ekstatischen Schueler im Jubel umwirbelt hat.
Nichts desto trotz wurde erfreulicher Weise mein Batik-Workshop taeglich von meiner jetzt recht festen Gruppe besucht. Wir haben die Produktion nun richtig ins Rollen gebracht und schon einige Yards verkaufen kommen. Am tollsten ist aber, dass sowoh ich als auch die Schueler immer mehr lernen und eigenverantwortlich ihre Stuecke drucken koennen. Ich muss niemanden mehr zusammen trommeln, ob wir wenn ich anfangen will, sondern wurde taeglich gefragt ob wir denn heute Batiken. Groesste Freude war, das diese Woche es zum ersten Mal ich war der, der gerufen werden musste, da die ganze Gruppe schon geschlossen auf mich gewartet hatte. Die Position der Schulautoritaet ist unveraendert abweisend aber ebenfalls diese Woche war ich dann doch gut genug, vor weisen Besuchern zu zeigen wie tolle Arbeit die Schule doch leistet. Great Success: 6 Yards fuer umgerechnet ca 11 Euro verkauft. Damit 2 Euro ueber Normalpreis.
Was mich aber eigentlich fuer die letzten eineinhalb Monate beschaeftigt hat war die Zusammenarbeit mit der Deaf Association. Von Spenden der Blankeneser und Suelldorfer Kirchengemeinde haben wir 3 Kuehe gekauft. Klingt komisch ist aber so. Eine bleibene Erinnerung mit Ibraham den Markt auszuchecken und Kuhhandel zu betreiben. Die Kuehe sind der Start in grosse Plaene, die wir fuer die Association haben und man kann es die ghanaische Variante einer Geldanlage nennen. Der Plan ist die ausgewachsenen aber duerren Kuehe fuer 3 Monate zu fuettern um sie dann gewinnbringend am Ramadanfest auf dem Muslimischen Markt zu verschaerbeln. Mit dem Gewinn wird dann Land gekauft um eine Farm mit unterschiedlichen Nutzpflanzen zu starten. Der Gewinn, der da dann wiederum rausspringen soll, wird in ein Office gesteckt, der unwahrscheinlich viele Zwecke erfuellen kann, die Ihr euch bestimmt schon denken koennt, uber die ich aber zu einer anderen Zeit berichten werde.
Das wir das Geld allerdings nicht komplett rausgehauen haben, hat uns nun dabei geholfen letzte Materialen zur Vervollstaendigung des Batikworkshops zu kaufen. Doch viel wichtiger als Kuehe, Anlagen oder Batiktoepfe, wir konnten mit nur wenig Geld viel Spass haben. Alle zusammen, haben wir einen AssociationDay @ ASH-Deaf organisiert und durchgefuehrt. Grob 15 Leute kamen mit coolen Association-Shirts und haben zunaechst ein wenig Batik geschnuppert, dann Dame und Menschaergere dich nicht Turniere veranstaltet, zusammen aus eigener Kueche gegessen und am Nachmittag Voleyball und Fussballspiele gestartet. Es war ein schoener Tag wo von Gehoerlosen fuer Gehoerlose mal einiges passiert ist und gros und klein zusammen viel Spass hatten.
Langsam komme ich damit zu dem Punkt, der mich wirklich beschaeftigt hat in der letzten Zeit. Ich will laenger in Ghana bleiben. Und zwar nicht in der Schule, sondern in Zusammenarbeit mit der Association. Ich habe einige Dinge angefangen, wie das Batiken, die Kuehe, was vor allem mit der Association zu tun hatte und generell haben wir viele Traueme und Plaene, von den ich gerne noch helfen moechte einige in die Tat um zu setzen. Auserdem habe ich das Gefuehl, dass ich die Leute erst jetzt richtig kennenlerne und noch einiges nicht verstehe oder weis. Genauso anders herum, merke ich in vielen Situationen, dass auch die Leute mich noch nicht wirklich kennen. Ob ein weiteres halbes Jahr das in egal welche Richtung aendern wird, kann man natuerlich bezweifeln aber ein Versuch ist es sicherlich wehrt.
Es gibt wie immer ein lachendes und ein weinendes Auge und das weinende Auge zusammen mit meinem Bauch vermisst euch und zuhause, Gespraeche, Musik und Umarmungen aber es ist ja auch nicht fuer immer sondern nur ein halbes Jahr, kann ich mir und euch dann nur sagen.
Wer also wie ich das weinende Auge zudrueckt und mir bei Mission HennInGhana 2.0 unter die Arme greifen kann, wuerde mein lachendes Auge noch weiter aufreisen. Bloed, aber Geld spielt halt doch immer eine Rolle. Die Abmachungen waren fuer ein Jahr und ich kann jeden verstehen, der nun sagt, mehr geht nicht. Ihr koennt mir glauben, dass mir jeder bezahlte Euro, der mir zu dem beholfen hat, was ich hier machen und erleben darf, etwas bedeutet. Es waere super, wenn die, die mich weiter unterstuetzen koennen, mir eine Mail schreiben, damit ich weis wie ich noch wo versuchen muss Spenden zu bekommen. Auch ueber eine Mail von jedem anderen, der Lust hat mir zu schreiben, freue ich mich natuerlich. Meine Berichte werde ich weiter schreiben, es sei denn Ihr schreibt mir eine Mail, dass ihr sie nicht mehr bekommen wollt.
An dieser Stelle moechte ich euch fuer die Moeglichkeit danken, die sich mir aus diesen Monatsberichten ergibt. Es ist ein gutes Gefuehl nicht alles fuer sich behalten zu muessen sondern es mitteilen und verarbeiten zu koennen. Zu hoeren und zu wissen, dass sich jemand dafuer interressiert, was ich hier mache, gibt Kraft und Selbstvertrauen, um weiter zu machen. Danke
Euer Henning
Der Juni war verregnet und angenehm kuehl. Wie ich hoere Kontrastprogramm zu Deutschland derzeit. In diesem Fall aber auch gut so.
Der Term, der im letzten Bericht gerade angefangen hatte, ist nun schon wieder vorbei. Eine Woche nach inoffiziellem und illegalem Midtermbreak ist gerade Sportwettkampf im Dorf und Naechste Woche fangen die Examen an. Daher glaube ich, dass dieser Monat nicht nur schnell rum gegangen ist, da am Ende eh die Zeit fliegt sondern, weil man ihn so gutes ging zusammen gestaucht hat. Die kurze Zeit des Unterrichts war akzeptabel. Meine Schuelerschaft habe ich, beziehungsweise haben sich selbst nur noch auf die Vocational 1 Klasse beschrenkt. Bei denen lief der Unterricht dann schleppend aber gut. In Mathe habe ich mich kuriler Weise erst kurz vor Ende meines Dienstes an der Schule auf die Grundfesten der Mathematikk zurueck gezogen und unterrichte Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division grosser Zahlen. Das jedes hoehere Thema kein Sinn macht, wenn die Grundrechenarten noch Probleme machen haette ich mir mal schon frueher einfallen lassen sollen. Ausserdem habe ich nun am Schluss entschieden: ich unterrichte, wozu ihr lust habt: In Mathe waren es die Schueler, die sich zu diesem Thema entschieden haben und in Englisch Unterrichte ich nun in den letzten Stunden eine art Sozialkunde innerhalb der Gehoerlosen Gesellschaft. Was fuer Ghana wichtige Personen wie Andrew Foster(gehoerloser afroamerikanischer Missionar, der die Alphabetisierung der Gehoerlosen nach Ghana gebracht hat) oder News of the Deaf.
Ein grosser Einfluss auf Schul- und Alltagsleben war natuerlich, wie sollte es anders sein die Fussball-WM. Ab Zwoelf Uhr Mittags lag eigentlich ueberall der Unterricht flach und man konnte Lehrer sowie Schueler eher vor Fernsehern finden. Verstaendlich bei dem Event auf Afrikanischem Boden und der Performance die Ghana abgeliefert hat. Es war eigenltich in jedem Gespraech, was man so beluschern konnte von Fusball die Rede. Mein Top WM-Erlebnis @ ASH-Deaf war nach dem ersten Sieg von Ghana, wo wirklich die ganze Dinninghall voll und aus dem Haeuschen war. Es hat an nichts gefehlt. Fahnen, geschminkte Gesichter, Trommelschlag und sogar Rauchbomben haette man mit dem Puder verwechseln koennen, der die ekstatischen Schueler im Jubel umwirbelt hat.
Nichts desto trotz wurde erfreulicher Weise mein Batik-Workshop taeglich von meiner jetzt recht festen Gruppe besucht. Wir haben die Produktion nun richtig ins Rollen gebracht und schon einige Yards verkaufen kommen. Am tollsten ist aber, dass sowoh ich als auch die Schueler immer mehr lernen und eigenverantwortlich ihre Stuecke drucken koennen. Ich muss niemanden mehr zusammen trommeln, ob wir wenn ich anfangen will, sondern wurde taeglich gefragt ob wir denn heute Batiken. Groesste Freude war, das diese Woche es zum ersten Mal ich war der, der gerufen werden musste, da die ganze Gruppe schon geschlossen auf mich gewartet hatte. Die Position der Schulautoritaet ist unveraendert abweisend aber ebenfalls diese Woche war ich dann doch gut genug, vor weisen Besuchern zu zeigen wie tolle Arbeit die Schule doch leistet. Great Success: 6 Yards fuer umgerechnet ca 11 Euro verkauft. Damit 2 Euro ueber Normalpreis.
Was mich aber eigentlich fuer die letzten eineinhalb Monate beschaeftigt hat war die Zusammenarbeit mit der Deaf Association. Von Spenden der Blankeneser und Suelldorfer Kirchengemeinde haben wir 3 Kuehe gekauft. Klingt komisch ist aber so. Eine bleibene Erinnerung mit Ibraham den Markt auszuchecken und Kuhhandel zu betreiben. Die Kuehe sind der Start in grosse Plaene, die wir fuer die Association haben und man kann es die ghanaische Variante einer Geldanlage nennen. Der Plan ist die ausgewachsenen aber duerren Kuehe fuer 3 Monate zu fuettern um sie dann gewinnbringend am Ramadanfest auf dem Muslimischen Markt zu verschaerbeln. Mit dem Gewinn wird dann Land gekauft um eine Farm mit unterschiedlichen Nutzpflanzen zu starten. Der Gewinn, der da dann wiederum rausspringen soll, wird in ein Office gesteckt, der unwahrscheinlich viele Zwecke erfuellen kann, die Ihr euch bestimmt schon denken koennt, uber die ich aber zu einer anderen Zeit berichten werde.
Das wir das Geld allerdings nicht komplett rausgehauen haben, hat uns nun dabei geholfen letzte Materialen zur Vervollstaendigung des Batikworkshops zu kaufen. Doch viel wichtiger als Kuehe, Anlagen oder Batiktoepfe, wir konnten mit nur wenig Geld viel Spass haben. Alle zusammen, haben wir einen AssociationDay @ ASH-Deaf organisiert und durchgefuehrt. Grob 15 Leute kamen mit coolen Association-Shirts und haben zunaechst ein wenig Batik geschnuppert, dann Dame und Menschaergere dich nicht Turniere veranstaltet, zusammen aus eigener Kueche gegessen und am Nachmittag Voleyball und Fussballspiele gestartet. Es war ein schoener Tag wo von Gehoerlosen fuer Gehoerlose mal einiges passiert ist und gros und klein zusammen viel Spass hatten.
Langsam komme ich damit zu dem Punkt, der mich wirklich beschaeftigt hat in der letzten Zeit. Ich will laenger in Ghana bleiben. Und zwar nicht in der Schule, sondern in Zusammenarbeit mit der Association. Ich habe einige Dinge angefangen, wie das Batiken, die Kuehe, was vor allem mit der Association zu tun hatte und generell haben wir viele Traueme und Plaene, von den ich gerne noch helfen moechte einige in die Tat um zu setzen. Auserdem habe ich das Gefuehl, dass ich die Leute erst jetzt richtig kennenlerne und noch einiges nicht verstehe oder weis. Genauso anders herum, merke ich in vielen Situationen, dass auch die Leute mich noch nicht wirklich kennen. Ob ein weiteres halbes Jahr das in egal welche Richtung aendern wird, kann man natuerlich bezweifeln aber ein Versuch ist es sicherlich wehrt.
Es gibt wie immer ein lachendes und ein weinendes Auge und das weinende Auge zusammen mit meinem Bauch vermisst euch und zuhause, Gespraeche, Musik und Umarmungen aber es ist ja auch nicht fuer immer sondern nur ein halbes Jahr, kann ich mir und euch dann nur sagen.
Wer also wie ich das weinende Auge zudrueckt und mir bei Mission HennInGhana 2.0 unter die Arme greifen kann, wuerde mein lachendes Auge noch weiter aufreisen. Bloed, aber Geld spielt halt doch immer eine Rolle. Die Abmachungen waren fuer ein Jahr und ich kann jeden verstehen, der nun sagt, mehr geht nicht. Ihr koennt mir glauben, dass mir jeder bezahlte Euro, der mir zu dem beholfen hat, was ich hier machen und erleben darf, etwas bedeutet. Es waere super, wenn die, die mich weiter unterstuetzen koennen, mir eine Mail schreiben, damit ich weis wie ich noch wo versuchen muss Spenden zu bekommen. Auch ueber eine Mail von jedem anderen, der Lust hat mir zu schreiben, freue ich mich natuerlich. Meine Berichte werde ich weiter schreiben, es sei denn Ihr schreibt mir eine Mail, dass ihr sie nicht mehr bekommen wollt.
An dieser Stelle moechte ich euch fuer die Moeglichkeit danken, die sich mir aus diesen Monatsberichten ergibt. Es ist ein gutes Gefuehl nicht alles fuer sich behalten zu muessen sondern es mitteilen und verarbeiten zu koennen. Zu hoeren und zu wissen, dass sich jemand dafuer interressiert, was ich hier mache, gibt Kraft und Selbstvertrauen, um weiter zu machen. Danke
Euer Henning
Montag, 28. Juni 2010
Batik? Laeuft!
Der erste Durchlauf ist geschafft und wir konnten sogar von den ersten Stoffen schon drei verkaufen.

Wachs wird auf Stoff gestempelt
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Der Stoff dann gefaerbt


Und am Ende das Wachs ausgekocht und gewaschen.

Wachs wird auf Stoff gestempelt
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Der Stoff dann gefaerbt


Und am Ende das Wachs ausgekocht und gewaschen.
Montag, 31. Mai 2010
Monatsbericht April-Mai
Nun ist wirklich lange nichts neues von mir mehr gekommen. Es tut mir Leid, dass Ihr dieses Mal mehr als nur einen Monat auf einen Bericht warten musstet.
Dass ich nicht geschrieben habe lag daran, dass der April hauptsaechlich vom reisen gepraegt war und ich dachte, dass ich dann lieber im naechsten Monat geballt schreiben kann.
Der April war am Anfang vor allem vom Ende des zweiten Terms eingenommen. Es wurde sich wieder auf Examen vorbereitet und jene dann auch geschrieben. Erfreulicher weise, waren sie dieses Mal wesentlich besser und ich musste nicht die Bewertung auf die Ergebnisse zu schneiden, sondern konnte neutral bewerten und trotzdem ein passables Ergebnis erhalten. Allgemein waren die Examen eine gut tuende Bestetiung, dass das was ich geschafft habe zu unterrichten zu mindest bei einigen Schuelern haengen geblieben ist. Im Endstress mit Korrigieren, Noten eintragen und E-Mails verschicken, bin ich dann noch krank geworden. Den Symbtomen nach zu Folge muss es Migrene gewesen sein, wovon ich bisher noch nicht wusste, dass ich sie haben kann. Ich wusste bisher aber auch noch nicht wirklich in welchem Stress man stecken kann. Nach zwei Tagen exessivem kurrierens war dann aber wieder alles ok und ich konnte meine Augen in ihren Hoehlen wieder wie geschmiert bewegen. Dann ging es in meinen ersten wirklichen Urlaub in Ghana. Geplant war mit zwei Freundinnen die Kuesste abzureisen. Als ich dann auskurriert spaeter zu den beiden dazustiess musste leider Susanne, eine der beiden krank frueher zueruck nach Kumasi fahren. Zeit erst allein in einem Beachresort extrem ab vom Schuss nahe Butre, einem Dorf in einer paradiesischen Bucht, am Hang gelegen, was ich auch nur zu fuss ueber einen ziemlich steilen Berg erreicht habe, da ich sonst eine gigantisch teure Taxifahrt von 15Cedi (7,50Euro) fuehr vielleicht 5 km haette bezahlen muessen. Danach haben wir dann noch 3 Tage in der fuer Freiwillige obligatorischen Green Turtle Lodge Strand, Sonne und unsere Buecher genossen. Ich persoenlich wuerde aber jedem eher unser erstes Resort empfehlen, denn oekotouristisch, alternativ und beruehmt hat seinen Preis. Wir konnten uns nur eine Mahlzeit im von Weisen dicht besiedeltem Green Turtle leisten und mussten uns im naechsten Dorf (hervorragend) selbst verflegen. Im Ghana Spirit nahe Butre allerdings, fuer sich, ruhig und abgeschieden ist es wesentlich angenehmer. Spaeter dann haben auch Marlene und ich uns getrennt und ich habe alleine noch eine Abstecher nach Cape Coast, Mankesim, Elmina und Suroundings gemacht. Zusammen mit Malte, meinem ehemaligen Klassenkameraden konnte ich dort noch ein paar wirklich schoene Tage erleben und ein wenig der ghanaischen Geschichte in den ehemaligen Sklavenburgen studieren. Fast genauso spannend und tragisch wie die Geschichte selbstwar, wie die Ghanaer selbst damit umgehen. (posieren vor jeder Kerkertuer, jedem Grab und an jedem Ort, wo so schreckliches passiert ist)
Von der Kuesste zurueck mit kurzem Aufenthalt daheim, ging es nach zwei Tagen dann schon ganz in den Norden Ghanas und sogar noch weiter nach Burkina Faso. Zu viert haben wir das Projekt Visaverlaengerung in die Tat um gesetzt und sind nach Ouagadugou gereist. Burkina Faso, eines der aermsten Laender der Welt, ist teuer. 0,5 Liter Wasser im Plastikbeutel kostet dort dreimal so viel wie in Ghana (8Cent). Es gibt viel mehr Motorraeder und –roller und auch Eselskarren sieht man hier nicht selten. Leider mussten wir die volle Zeit in der Hauptstadt verbringen, da wir dort auf unsere Visa warteten. Daher ist der Einblick, den wir in das Land bekommen haben, bestimmt eher einseitig. Doch dieser Eimblick war trotzdem sehr schoen und ich wuerde Burkina und die Burkinabes nicht nur mit dem tribut „teuer“ da stehen lassen. Vielmehr ist Burkina, wie ich schnuppern konnte gelassen, freundlich, franzoesisch und vor allem musikalisch. Ich habe nicht nur genossen Baguet mit Butter zu essen, sondern auch mein Franzoesisch aus den hintersten Gehirnwindungen herauszukramen, zu entstauben und im Kontakt mit den Leuten einzusetzen. Zum ersten Mal nach 8 Monaten konnte ich wieder Djembe Felle singen hoeren und singen lassen und auch alle anderen musikalischen Variationen frankophoner Kultur haben auch ziemlich viel flow. Und zu gegebener Masen: in Sachen Musik hat Burkina, Ghana ziemlich in der Tasche.
Auch von der Mentalitaet her mochte ich die Bukinabes, die ich getroffen habe sehr gern leiden. Dort ist die franzoesische Sprache und Kultur ganz anders aufgenommen und vermischt mit der eigenen Kultur als das englische in Ghana. Hoere ich zwei Ghanaer mit einander Englisch sprechen, klingt das in den meisten faellen recht hochgestochen, arrogant und wie ich finde neureich. In Burkina allerdings ist der franzoesische Sprachumgang viel normaler und alltaeglicher. Das mag vielleicht an der schoeneren Sprache liegen aber ich denke auch an der Mentalitaet. In Ghana dem afrikanischen Aufsteiger und Vorreiter wird vor allem von der juengeren Generation vieles ghanaische und eigene als doerflich verschriehen und man darf ja nicht zugeben vom Land zu kommen. Ich war zwar nur eine Woche dort, aber in Burkina wirkte das nicht so. Es ist komisch aber in der Zeit, in der ich in Ghana war habe ich auch Deutschland und meine Kultur oder meine Wurzeln noch mal anders kennen gelernt und verstehe sie nun als Schatz. Burkinabes wirken auch so, als haetten sie einen Schatz nur bei einigen Ghanaern bin ich mir oft nicht so sicher. Doch genug der hochtrabenen Sozialanalysen.
Ein Hoehepunkt jener Reise in den trockenen Norden, war das Treffen mit Regina Faehrmann, was nach vielen Komplikationen wieder erwarten doch noch statt finden konnte. Regina hat in Burkina ein Projekt namens Feuervogel aufgebaut, was aus mehreren einheimischen Theatergruppen besteht, die sich mit den Themen HIV/AIDS und FGM befassen. Sie betreiben Aufklaerungsarbeit in allen auch vor allem laendlichen Gebieten des Landes ueber AIDS und gegen die so fatale Frauenbeschneidung. Doch das beeindruckenste an dem ganzen ist das unglaublich einpraegende Medium des Schattentheaters, was die von Regina aufgebauten Theatergruppen benutzen. Bei einer privaten Liveforstellung konnten wir uns ein Bild machen, was fuer einen Eindruck dieses Low-Budget-Kino auf seine Zuschauer ausueben kann. Mehr spannende Informationen zu Feuervogel solltet Ihr euch hier anschauen: www.feuervogel.org
Also wie gesagt. Ich bin viel gereist diesen Break, doch nicht nur. Seit dem ich zurueck bin Laufen die organisatorischen Dinge fuer das Projekt „Batik“ auf Hochtouren. Seit letzter Woche batiken wir. In einem Endspurt und mit Unterstuetzung von einem Fachmann aus der Senior High School in Agona habe ich alle Materialien besorgt und auch die letzten Werkzeuge, die man noch brauchte sind jetzt da. Sodass sich nun eine Gruppe von 15 SchuelerInnen gebildet hat mit den wir uns gegenseitig dieses tolle Handwerk beibringen wollen. Es ist alles noch in der Entwicklung und sowohl Schueler als auch alle anderen Beteiligten oder auch nur die die alles mit scharfen Augen betrachten muessen sich erst einmal an die neue Situation gewoehnen. Etwas freiwillig zu machen ohne wirklichen Lehrer in seiner normalen Rolle ohne Zwang mit viel Selbstbeteiligung, scheint fuer viele neue und so treten manchmal schwierigkeiten auf, wo man keine erwarten wuerde. Im Grossen und ganzen allerdings freue ich mich, dass es jetzt endlich losgeht und das Projekt nicht nur im Stadium der Traeumerein verweilen muss. Es wird immer handfester und heute und in den letzten Tagen waren wir dabei einen vernuenftigen Arbeitsplatz fuer die AG aufzubauen. Wir bauen einen Unterstand hinter unserem Haus, was schon jetzt, bevor das Dach steht ein Abenteuer ist. Gestern in aller fruehe sind Osei, Frimpopng, zwei Schueler und ich in den Bush gegangen um einen Baum zu faellen, den wir aus kostengruenden genauso illegal gefaellten Balken als Pfosten vorziehen. In der Beziehung wird es also hoffentlich bald viele Bilder und Erfolgsbericht geben.
Ich unterrrichte nun seit einer Woche wieder und noch laeuft alles eher schleppend aber ich hoffe, dass sich das bald aendert.
Meine Zusammenarbeit mit der Ashanti Youth Deaf Association wird hoffentlich bald handfester werden und nicht mehr nur aus Behoerdengaengen und General Meetings Bestehen. Das Batik-Projekt soll auch eine Zusammenarbeit mit der Association sein und spaeter sollen die Verantwortung und alle Mittel zum Drucken in den Besitz der Association uebergehen mit der Hofffnung, dass so besser gesichert ist, das wenn ich nicht mehr hier bin, die fuer die es gemacht ist, die gehoerlosen Schueler weiterhin Zugang zu dem Kurs haben koennen. Ansonsten soll die Association wenn moeglich bei dem Draftturnier mithelfen und auch andere Schulaktivitaeten sollen initiiert werden. Was aus dem geplanten Farmprojekt entstehen wird, laesst sich spaeter berichten.
Mehr zu den Entwicklungen hier
In einem Monat
Dass ich nicht geschrieben habe lag daran, dass der April hauptsaechlich vom reisen gepraegt war und ich dachte, dass ich dann lieber im naechsten Monat geballt schreiben kann.
Der April war am Anfang vor allem vom Ende des zweiten Terms eingenommen. Es wurde sich wieder auf Examen vorbereitet und jene dann auch geschrieben. Erfreulicher weise, waren sie dieses Mal wesentlich besser und ich musste nicht die Bewertung auf die Ergebnisse zu schneiden, sondern konnte neutral bewerten und trotzdem ein passables Ergebnis erhalten. Allgemein waren die Examen eine gut tuende Bestetiung, dass das was ich geschafft habe zu unterrichten zu mindest bei einigen Schuelern haengen geblieben ist. Im Endstress mit Korrigieren, Noten eintragen und E-Mails verschicken, bin ich dann noch krank geworden. Den Symbtomen nach zu Folge muss es Migrene gewesen sein, wovon ich bisher noch nicht wusste, dass ich sie haben kann. Ich wusste bisher aber auch noch nicht wirklich in welchem Stress man stecken kann. Nach zwei Tagen exessivem kurrierens war dann aber wieder alles ok und ich konnte meine Augen in ihren Hoehlen wieder wie geschmiert bewegen. Dann ging es in meinen ersten wirklichen Urlaub in Ghana. Geplant war mit zwei Freundinnen die Kuesste abzureisen. Als ich dann auskurriert spaeter zu den beiden dazustiess musste leider Susanne, eine der beiden krank frueher zueruck nach Kumasi fahren. Zeit erst allein in einem Beachresort extrem ab vom Schuss nahe Butre, einem Dorf in einer paradiesischen Bucht, am Hang gelegen, was ich auch nur zu fuss ueber einen ziemlich steilen Berg erreicht habe, da ich sonst eine gigantisch teure Taxifahrt von 15Cedi (7,50Euro) fuehr vielleicht 5 km haette bezahlen muessen. Danach haben wir dann noch 3 Tage in der fuer Freiwillige obligatorischen Green Turtle Lodge Strand, Sonne und unsere Buecher genossen. Ich persoenlich wuerde aber jedem eher unser erstes Resort empfehlen, denn oekotouristisch, alternativ und beruehmt hat seinen Preis. Wir konnten uns nur eine Mahlzeit im von Weisen dicht besiedeltem Green Turtle leisten und mussten uns im naechsten Dorf (hervorragend) selbst verflegen. Im Ghana Spirit nahe Butre allerdings, fuer sich, ruhig und abgeschieden ist es wesentlich angenehmer. Spaeter dann haben auch Marlene und ich uns getrennt und ich habe alleine noch eine Abstecher nach Cape Coast, Mankesim, Elmina und Suroundings gemacht. Zusammen mit Malte, meinem ehemaligen Klassenkameraden konnte ich dort noch ein paar wirklich schoene Tage erleben und ein wenig der ghanaischen Geschichte in den ehemaligen Sklavenburgen studieren. Fast genauso spannend und tragisch wie die Geschichte selbstwar, wie die Ghanaer selbst damit umgehen. (posieren vor jeder Kerkertuer, jedem Grab und an jedem Ort, wo so schreckliches passiert ist)
Von der Kuesste zurueck mit kurzem Aufenthalt daheim, ging es nach zwei Tagen dann schon ganz in den Norden Ghanas und sogar noch weiter nach Burkina Faso. Zu viert haben wir das Projekt Visaverlaengerung in die Tat um gesetzt und sind nach Ouagadugou gereist. Burkina Faso, eines der aermsten Laender der Welt, ist teuer. 0,5 Liter Wasser im Plastikbeutel kostet dort dreimal so viel wie in Ghana (8Cent). Es gibt viel mehr Motorraeder und –roller und auch Eselskarren sieht man hier nicht selten. Leider mussten wir die volle Zeit in der Hauptstadt verbringen, da wir dort auf unsere Visa warteten. Daher ist der Einblick, den wir in das Land bekommen haben, bestimmt eher einseitig. Doch dieser Eimblick war trotzdem sehr schoen und ich wuerde Burkina und die Burkinabes nicht nur mit dem tribut „teuer“ da stehen lassen. Vielmehr ist Burkina, wie ich schnuppern konnte gelassen, freundlich, franzoesisch und vor allem musikalisch. Ich habe nicht nur genossen Baguet mit Butter zu essen, sondern auch mein Franzoesisch aus den hintersten Gehirnwindungen herauszukramen, zu entstauben und im Kontakt mit den Leuten einzusetzen. Zum ersten Mal nach 8 Monaten konnte ich wieder Djembe Felle singen hoeren und singen lassen und auch alle anderen musikalischen Variationen frankophoner Kultur haben auch ziemlich viel flow. Und zu gegebener Masen: in Sachen Musik hat Burkina, Ghana ziemlich in der Tasche.
Auch von der Mentalitaet her mochte ich die Bukinabes, die ich getroffen habe sehr gern leiden. Dort ist die franzoesische Sprache und Kultur ganz anders aufgenommen und vermischt mit der eigenen Kultur als das englische in Ghana. Hoere ich zwei Ghanaer mit einander Englisch sprechen, klingt das in den meisten faellen recht hochgestochen, arrogant und wie ich finde neureich. In Burkina allerdings ist der franzoesische Sprachumgang viel normaler und alltaeglicher. Das mag vielleicht an der schoeneren Sprache liegen aber ich denke auch an der Mentalitaet. In Ghana dem afrikanischen Aufsteiger und Vorreiter wird vor allem von der juengeren Generation vieles ghanaische und eigene als doerflich verschriehen und man darf ja nicht zugeben vom Land zu kommen. Ich war zwar nur eine Woche dort, aber in Burkina wirkte das nicht so. Es ist komisch aber in der Zeit, in der ich in Ghana war habe ich auch Deutschland und meine Kultur oder meine Wurzeln noch mal anders kennen gelernt und verstehe sie nun als Schatz. Burkinabes wirken auch so, als haetten sie einen Schatz nur bei einigen Ghanaern bin ich mir oft nicht so sicher. Doch genug der hochtrabenen Sozialanalysen.
Ein Hoehepunkt jener Reise in den trockenen Norden, war das Treffen mit Regina Faehrmann, was nach vielen Komplikationen wieder erwarten doch noch statt finden konnte. Regina hat in Burkina ein Projekt namens Feuervogel aufgebaut, was aus mehreren einheimischen Theatergruppen besteht, die sich mit den Themen HIV/AIDS und FGM befassen. Sie betreiben Aufklaerungsarbeit in allen auch vor allem laendlichen Gebieten des Landes ueber AIDS und gegen die so fatale Frauenbeschneidung. Doch das beeindruckenste an dem ganzen ist das unglaublich einpraegende Medium des Schattentheaters, was die von Regina aufgebauten Theatergruppen benutzen. Bei einer privaten Liveforstellung konnten wir uns ein Bild machen, was fuer einen Eindruck dieses Low-Budget-Kino auf seine Zuschauer ausueben kann. Mehr spannende Informationen zu Feuervogel solltet Ihr euch hier anschauen: www.feuervogel.org
Also wie gesagt. Ich bin viel gereist diesen Break, doch nicht nur. Seit dem ich zurueck bin Laufen die organisatorischen Dinge fuer das Projekt „Batik“ auf Hochtouren. Seit letzter Woche batiken wir. In einem Endspurt und mit Unterstuetzung von einem Fachmann aus der Senior High School in Agona habe ich alle Materialien besorgt und auch die letzten Werkzeuge, die man noch brauchte sind jetzt da. Sodass sich nun eine Gruppe von 15 SchuelerInnen gebildet hat mit den wir uns gegenseitig dieses tolle Handwerk beibringen wollen. Es ist alles noch in der Entwicklung und sowohl Schueler als auch alle anderen Beteiligten oder auch nur die die alles mit scharfen Augen betrachten muessen sich erst einmal an die neue Situation gewoehnen. Etwas freiwillig zu machen ohne wirklichen Lehrer in seiner normalen Rolle ohne Zwang mit viel Selbstbeteiligung, scheint fuer viele neue und so treten manchmal schwierigkeiten auf, wo man keine erwarten wuerde. Im Grossen und ganzen allerdings freue ich mich, dass es jetzt endlich losgeht und das Projekt nicht nur im Stadium der Traeumerein verweilen muss. Es wird immer handfester und heute und in den letzten Tagen waren wir dabei einen vernuenftigen Arbeitsplatz fuer die AG aufzubauen. Wir bauen einen Unterstand hinter unserem Haus, was schon jetzt, bevor das Dach steht ein Abenteuer ist. Gestern in aller fruehe sind Osei, Frimpopng, zwei Schueler und ich in den Bush gegangen um einen Baum zu faellen, den wir aus kostengruenden genauso illegal gefaellten Balken als Pfosten vorziehen. In der Beziehung wird es also hoffentlich bald viele Bilder und Erfolgsbericht geben.
Ich unterrrichte nun seit einer Woche wieder und noch laeuft alles eher schleppend aber ich hoffe, dass sich das bald aendert.
Meine Zusammenarbeit mit der Ashanti Youth Deaf Association wird hoffentlich bald handfester werden und nicht mehr nur aus Behoerdengaengen und General Meetings Bestehen. Das Batik-Projekt soll auch eine Zusammenarbeit mit der Association sein und spaeter sollen die Verantwortung und alle Mittel zum Drucken in den Besitz der Association uebergehen mit der Hofffnung, dass so besser gesichert ist, das wenn ich nicht mehr hier bin, die fuer die es gemacht ist, die gehoerlosen Schueler weiterhin Zugang zu dem Kurs haben koennen. Ansonsten soll die Association wenn moeglich bei dem Draftturnier mithelfen und auch andere Schulaktivitaeten sollen initiiert werden. Was aus dem geplanten Farmprojekt entstehen wird, laesst sich spaeter berichten.
Mehr zu den Entwicklungen hier
In einem Monat
Montag, 24. Mai 2010
Donnerstag, 8. April 2010
Monatsbericht Maerz
Dieser Monat ging nun wirklich schnell rum, obwohl das Gefuehl auch daran liegen koennte, dasss ich den letzten Bericht erst vor so kurzem an euch verschickt habe. Dennoch, gerade war noch midterm und jetzt stehen die Examen vor der Tuer und ich musste feststellen, dass ich Vocational 2 in Englisch nur 5 Stunden unterrichtet habe. In einem Term. Da wurde mir das erste mal der Nachteil meines Versuchs Ordnung in Vor- und Nachbereitung zu bringen deutlich: wenn etwas schief laeuft merke ich es auch.
Mit dem Naehern der Examen wird auch die Frustration und Ratlosigkeit ueber meine Lehrfaehigkeiten wieder wach. Mal sehen wie die Schueler dieses Mal meine Fragen bearbeiten koennen.
Sehr bald nach dem ich im letzten Bericht geschrieben hatte, dass sich meine Konzentration mehr auf den Unterricht gerichtet hatte, brach diese scheinbare konzentration schon wieder zusammen und es hat sich wie im letzten Term auch eher wieder auf die schoenen Dinge in meinem Leben und dem der Schueler gerichtet.
Batik ist wieder zum Leben erwacht. Zwar immer noch nicht konkret in sachen stempeln und faerben doch wenigstens der hoelzerne Part des Projekts hat eine Hochfase der Kreativitaet erlebt. Jetzt haben wir weitere neue Muster, Rankpflanzen, Tiere und geometrische Figuren in Stempelform und dieser gruene Ast scheint noch nicht abzubrechen. Heute hat mein hauptschueler komplett allein gearbeitet und 3 Stempel fertig gemacht und es scheint jetzt anzufangen kreise zu ziehen. Der Schnitzer vor der Schule, der mir immer mehr zum Freund geworden ist, hat mich besucht und fragt jetzt, ob ich ihm Laubsaege Arbeiten beibringe koenne. Wenn ich bedenke, dass ich meine erste Laubsaege von meinem damaligen Nachbar einem lieben alten Herren geschenkt bekommen habe, ist es ein lustiges Gefuehl das jetzt weiter zu geben und jemandem damit eventuell deutliche Verbesserungen zum beschaffen seines lebensunterhaltes zu bieten. Vielleicht klingt e saber auch hochtrabener als es ist, bleibt es doch nur das aussaegen von formen, was auch hier in Ghana keine Neuheit ist.
Ganz am Anfang des Maerz gab es ein kulturelles Highlight in Jamasi und scheinbar ganz Ghana. Es war das nationsweite Schueler-maschieren zum Unabhaengigkeitstag. Jenes Paradoxon habe ich glaube ich schon im letzten Bericht erwaehnt. Es war interessant und lustig sogar Kinder die mir bis zum Bauchnabel gingen mit ernster Miene maschieren zu sehen, wenn man den Ersten Zweifel und Ekel erstmal ein wenig abgelegt hatte. Sah man dann den Stolz und Entusiasmus, den auch meine Schueler dabei gezeigt haben, musste man gleichzeitig noch mehr schlucken aber auch alles vergessen und sich sagen (naja andere Laender andere Sitten!?)
Kulturell ging es dann fuer die Schueler mit dem bisher nur einmaligem vollziehen der schon erwaehnten Enjoymentabende. Es war eine grose Gaudi, froehlich, laut und materialistisch wie vieles hier aber danach haben osei und ich sagen koennen: Es war ein Erfolg. Es gab ein Wettessen, Reise nach Jerusalem und das besondere Highlight eine Art Topfschlagen nur mit Schere und an einem Band aufgehaengten Preisen. An der Enttaeuschung derer, die nichts gewonnen haben und den vielen Fragen, wann es das naechste mal so etwas geben wird, aheb ich dann den Erfolg fest gemacht.
Fuer die Tage nach den Examen, stecke ich schon in den Vorbereitungen fuer das Drafttunier, woran ich jetzt die Kuer einer Gamblingqueen anhangen will, da sich beim letzten mal die zu kurz gekommenen Maedchen beschwert hatten. Inhalt dieses Wettbewerbs wird die rasante Ghanaische Variante von Mensch-Aergere-Dich-Nicht sein.
Ansonsten war der Maerz gepraegt von einer eklatanten Veraenderung unserer Wohnsituation. Da der neue Headmaster mit dem Beschluss seine Residenz standes gemaes in ein, der Position entsprechendes, Domizil zu versetzen, unseren besten Freund sammt Familie (Robert, Akua und Adwoa) aus seinem Haus vertrieben hat, hat der Satz: “je ko didi” (wir gehen essen) eine ganz neue Bedeutung bekommen. So ist unser Esszimmer jetzt nicht mehr uebern Hof (welcher als Zentrum unseres kompletten Familienlebens (Osei’s Familie mit eingeschlossen) nun auch wegfallen wird) sondern ueber den ganzen Kampus, aus der Schule raus, ueber die Strase und an der Kirche vorbei den Huegel runter in Roberts neuer Wohnung. Unser eigenes Haus ist nun kein Guesthouse mehr, sondern zum Mehrfamilienhaus geworden. Teilten sich vormals Max, Ich und Osei’s Familie ein Bad, sind nun eine komplette Familie mit drei Kindern und Atta, eine Gehoerlose Naehlehrerin und wirkliche Mama, dazu gestossen. Die Hall ist nun Kueche, Spiel- und Esszimmer und viel wichtiger die Verander, Kueche, Waschkueche, Kinderbad und Lagerraum in einem. Das ist momentan doch eine recht starke Umstellung von einem ehemaligen Ort zum Zurueckziehen und Ruhe finden zu einem Zentrum des Lebens. Umstellungen sind ja nicht immer schlecht und es ist auch viel sinnvoller, dass noch zwei der drei leer stehenden Zimmer genutzt werden, doch stellt sich schon die Frage: Warum wird ein Haus mit drei Wohnpartein zugunsten einer einzigen geraeumt und die Heimatlosen in ein Haus gesteckt wo nun auf kleinerem Raum vier Partein zusammenleben muessen.
Tja man koennte sagen: “Ehre wem Ehre gebuehrt” oder vielleicht treffender : “Platz verteilt, wie es sich gehoert”
Ich schaetze die volle Schlagkraft der Veraenderung werden wir wohl erst mitbekommen, wenn der Headmaster wirklich in das frisch renovierte und neu gestrichene Haus einzieht.
Davon und allem was sonst so passiert mehr in einem Monat.
Mit dem Naehern der Examen wird auch die Frustration und Ratlosigkeit ueber meine Lehrfaehigkeiten wieder wach. Mal sehen wie die Schueler dieses Mal meine Fragen bearbeiten koennen.
Sehr bald nach dem ich im letzten Bericht geschrieben hatte, dass sich meine Konzentration mehr auf den Unterricht gerichtet hatte, brach diese scheinbare konzentration schon wieder zusammen und es hat sich wie im letzten Term auch eher wieder auf die schoenen Dinge in meinem Leben und dem der Schueler gerichtet.
Batik ist wieder zum Leben erwacht. Zwar immer noch nicht konkret in sachen stempeln und faerben doch wenigstens der hoelzerne Part des Projekts hat eine Hochfase der Kreativitaet erlebt. Jetzt haben wir weitere neue Muster, Rankpflanzen, Tiere und geometrische Figuren in Stempelform und dieser gruene Ast scheint noch nicht abzubrechen. Heute hat mein hauptschueler komplett allein gearbeitet und 3 Stempel fertig gemacht und es scheint jetzt anzufangen kreise zu ziehen. Der Schnitzer vor der Schule, der mir immer mehr zum Freund geworden ist, hat mich besucht und fragt jetzt, ob ich ihm Laubsaege Arbeiten beibringe koenne. Wenn ich bedenke, dass ich meine erste Laubsaege von meinem damaligen Nachbar einem lieben alten Herren geschenkt bekommen habe, ist es ein lustiges Gefuehl das jetzt weiter zu geben und jemandem damit eventuell deutliche Verbesserungen zum beschaffen seines lebensunterhaltes zu bieten. Vielleicht klingt e saber auch hochtrabener als es ist, bleibt es doch nur das aussaegen von formen, was auch hier in Ghana keine Neuheit ist.
Ganz am Anfang des Maerz gab es ein kulturelles Highlight in Jamasi und scheinbar ganz Ghana. Es war das nationsweite Schueler-maschieren zum Unabhaengigkeitstag. Jenes Paradoxon habe ich glaube ich schon im letzten Bericht erwaehnt. Es war interessant und lustig sogar Kinder die mir bis zum Bauchnabel gingen mit ernster Miene maschieren zu sehen, wenn man den Ersten Zweifel und Ekel erstmal ein wenig abgelegt hatte. Sah man dann den Stolz und Entusiasmus, den auch meine Schueler dabei gezeigt haben, musste man gleichzeitig noch mehr schlucken aber auch alles vergessen und sich sagen (naja andere Laender andere Sitten!?)
Kulturell ging es dann fuer die Schueler mit dem bisher nur einmaligem vollziehen der schon erwaehnten Enjoymentabende. Es war eine grose Gaudi, froehlich, laut und materialistisch wie vieles hier aber danach haben osei und ich sagen koennen: Es war ein Erfolg. Es gab ein Wettessen, Reise nach Jerusalem und das besondere Highlight eine Art Topfschlagen nur mit Schere und an einem Band aufgehaengten Preisen. An der Enttaeuschung derer, die nichts gewonnen haben und den vielen Fragen, wann es das naechste mal so etwas geben wird, aheb ich dann den Erfolg fest gemacht.
Fuer die Tage nach den Examen, stecke ich schon in den Vorbereitungen fuer das Drafttunier, woran ich jetzt die Kuer einer Gamblingqueen anhangen will, da sich beim letzten mal die zu kurz gekommenen Maedchen beschwert hatten. Inhalt dieses Wettbewerbs wird die rasante Ghanaische Variante von Mensch-Aergere-Dich-Nicht sein.
Ansonsten war der Maerz gepraegt von einer eklatanten Veraenderung unserer Wohnsituation. Da der neue Headmaster mit dem Beschluss seine Residenz standes gemaes in ein, der Position entsprechendes, Domizil zu versetzen, unseren besten Freund sammt Familie (Robert, Akua und Adwoa) aus seinem Haus vertrieben hat, hat der Satz: “je ko didi” (wir gehen essen) eine ganz neue Bedeutung bekommen. So ist unser Esszimmer jetzt nicht mehr uebern Hof (welcher als Zentrum unseres kompletten Familienlebens (Osei’s Familie mit eingeschlossen) nun auch wegfallen wird) sondern ueber den ganzen Kampus, aus der Schule raus, ueber die Strase und an der Kirche vorbei den Huegel runter in Roberts neuer Wohnung. Unser eigenes Haus ist nun kein Guesthouse mehr, sondern zum Mehrfamilienhaus geworden. Teilten sich vormals Max, Ich und Osei’s Familie ein Bad, sind nun eine komplette Familie mit drei Kindern und Atta, eine Gehoerlose Naehlehrerin und wirkliche Mama, dazu gestossen. Die Hall ist nun Kueche, Spiel- und Esszimmer und viel wichtiger die Verander, Kueche, Waschkueche, Kinderbad und Lagerraum in einem. Das ist momentan doch eine recht starke Umstellung von einem ehemaligen Ort zum Zurueckziehen und Ruhe finden zu einem Zentrum des Lebens. Umstellungen sind ja nicht immer schlecht und es ist auch viel sinnvoller, dass noch zwei der drei leer stehenden Zimmer genutzt werden, doch stellt sich schon die Frage: Warum wird ein Haus mit drei Wohnpartein zugunsten einer einzigen geraeumt und die Heimatlosen in ein Haus gesteckt wo nun auf kleinerem Raum vier Partein zusammenleben muessen.
Tja man koennte sagen: “Ehre wem Ehre gebuehrt” oder vielleicht treffender : “Platz verteilt, wie es sich gehoert”
Ich schaetze die volle Schlagkraft der Veraenderung werden wir wohl erst mitbekommen, wenn der Headmaster wirklich in das frisch renovierte und neu gestrichene Haus einzieht.
Davon und allem was sonst so passiert mehr in einem Monat.
Montag, 8. März 2010
Monatsbericht Februar
Monatsbericht Februar
Im letzten Monat war wieder Schule im Mittelpunkt des geschaehens. Der Zweite Term ist in vollem Gange und hat jetzt sogar schon halbzeit, obwohl von den eineinhalb Monaten eigentlich nur einer halbwegs unterrichtet wurde. Viel hat sich nicht geaendert zum letzte Term. Ich habe versucht meinen Unterricht zu verbessern, was auch einigermasen gut klappt, denke ich . Ich unterrichte jetzt noch Mathe fuer Vocational 1 und 2 und English nur noch Leseverstehen. Die andere Haelfte Englisch hat Miss Prosbera uebernommen, die bisher die Entrepreneur Lehrerin war. Ich bereite meine Stunden jetzt besser oder ueberhaupt vor und nach, was schon fruechte traegt, bilde ich mir ein. Am Anfang des Terms schien sich fuer unseren Unterricht viel zum positive zu veraendern. Ich hatte angeraegt doch mal bei anderen Berufsschulen wie die alles so handhaben, womit wir unsere Probleme haben(unvollstaendiger und unstrukturierter Lehrplan, keine Lehrbuecher, keine Informationen zu Pruefverfahren oder irgendwelche Lehrhilfen. Gleich am naechsten Tag sind wir dann nach Agona gefahren und haben an der dortigen Berufsschule fuer Hoerende lediglich einen Lehrplan fuer Entrepreneur ship ergattern koennen aber wenigstens dazu noch die Gewissheit, das wir nicht die einzigen sind, die Probleme haben. Ich glaube zwei Tage darauf sind wir dann in das National Vocational Training Institute in Kumasi gefahren und haben da dann an hoechster Stelle angefragt. Entgegnet wurde uns: ach ihr macht jetzt auch Theorie und 4 Jahre. Nu hab ich ein Lehrbuch und die Pruefungsboegen der Endexamen. – Mehr als nichts – Das interessante war allerdings, wie schnell hier manchmal Dinge passieren koennen, die sonst immer sehr traege erscheinen.
Wir haben jetzt Schlussendlich einen neuen Headmaster. Er stellt nicht unbedingt eine Verbesserung da und ich und viele meiner Freunde hier hatten schon Probleme mit ihm. Aber wie Osei meinte: wir sind eine Familie und mit seinen Familienmitgliedern arrangiert man sich ja auch, selbst wenn man sich eigentlich nicht so gut versteht. Naja, es laufen Schikanen, wo man sich eigentlich nicht mehr wirklich mit arrangieren kann. Komischer weise, klappt hoeflich sein trotzdem immer.
Mein Batik Projekt ist wieder ein bisschen eingeschlafen. Wir haben zwar insgesamt 41 Stempel ausgesegt und zusammen geklebt und geschraubt, aber zum letzt endlichen Batiken ist es noch nicht gekommen und bei den Steinen die jetzt zum Teil in den Weg gekommen sind, weis ich auch nicht, wie weit es irgendwann noch einmal losgehen wird. Fuer das kaufen der Materialien konnte ich erst keine finanziell Unterstutzung von der Schule bekommen. Daraufhin haben Osei und ich beschlossen die Hollaender zu fragen, ob sie es unterstuetzen wuerden. Der Tripp nach Kumasi, wo ich den aktuellen Batik-Schuelerinnen zeigen wollte, dass und wo man die Materialien, die sie fuer ihren vielleicht spaeteren Beruf benoetigen, kaufen koennen, hat mehr Schwierigkeiten eingebracht als Erfolg. Die Hollaender wollen immer einen Kostenvoranschlag, bevor sie etwas unterstuetzen oder nicht. Daher habe ich keine Materialien gekauft sondern nur Preise verglichen. Nun wurde ich, als wir wieder zurueck waren, zum Headmaster bestellt und musste mir an den Kopf waerfen lassen, dass ich ignorant waere, dass Schulauto zu benutzen, nur um Preise zu vergleichen. Das sollte mir aber verziehen werden, da mir ja die hiesige Kultur fremd sein koennte. Es schien entweder niemand zu gehoert oder verstanden zu haben, dass der Grund, warum ich das Schulauto genommen hatte war, den Schuelern die Orte zu zeigen und nicht Preise zu vergleichen. Ich wusste nicht, dass das ein Problem dastellen koennte, nachdem ich zwei mal zugesichert bekommen hatte, dass es mit dem Auto kein Problem waere. Naja im nachhinein jetzt doch. Am meisten hat mich allerdings aufgeraegt, dass mein Zugestaendnis eventuell versaeumt zu haben, dem Headmaster von kurzfristigen Planaenderungen, vom Kauf zum Preisvergleich, mit zu teilen, so ausgelegt wurde, dass ich mir jetzt einen riesen Kopf machen wuerde, was ich denn blos gemacht haette. Das abschliesende: “Don’t Worry.” Nach einer vorhergehenden Megaklatsche, war das I- Tuepfelchen. Als Osei dann am naechsten Tag mit Unterstuetzung, von der stellvertretenden Schulleiterin und meinem Head of Department, meine offensichtlich nicht verstandenen Absichten erklaeren wollte, wurde alles zurueck genommen und das Gegenteil behauptet. Ich koennte noch weiter berichten, was aber den Rahmen spraengen wuerde.
Das Gute ist, das die ganze Situation mich wieder auf den Unterricht und die Freunde unter den Schuelern konzentriert hat. Es ist praktisch, wenn wenigstens das, womit man die meiste Zeit verbringt Spass macht. Endlich fliesen die Gebaerden einigermasen und man kann sich auch mal unterhalten. Wie zum beispiel ueber das nur sehr vereinzelte Unbehagen gegenueber nationalem Maschieren zum Independence Day oder der Pflichtinstitution Schulkirche oder ob wirklich manchmal in Amerika Nacht ist, wenn in Ghana gerade Tag ist.
Es ist Halbzeit und ich habe ein Gefuehl von weder weg noch bleiben wollen. Ich will nicht weg, weil ich weis, dass ich selbst wenn ich wiederkommen sollte ich nur ein Besucher sein werde. Bin ich jetzt viel mehr, wenn mindestens jeder zweite Schueler sagt: “im August fliegst Du”? Ausdruecken soll es immer etwas anderes aber ein Thema scheint es immer sein. Leider. Wenn ich ahne, dass, dass was ich hier mache in einem Jahr eh wieder gekippt wird, wennn ich weis, dass ich nichts veraendert habe. Nicht bleiben will ich in den Momenten, wo alles scheise ist und ich mich darueber aufrege, wie alles laeuft, und dass niemand etwas daran aendert, wenn ich Kaelte vermisse, wenn ich genug von drei warmen Mahlzeiten am Tag habe, wenn ich meine Familie vermisse und Koerperkontakt, der vielleicht mal ueber ein Handshake hinausgeht.
Dann sind da aber auch wieder Robert, Avokados, Osei, meine Schueler, “AC in der Armbeuge”, ein neues Kindergartenmaedchen, die ein strahlend hellblaues Auge hat und mit ihren noch recht natuerlichen und unsachlichen Gebaerden irgendwelche Geschichten erzaehlt oder artig “Good Morning, how are you” aufsagt und die anderen Kleinsten, fuer die ich vor allem eine Art Trampolin bin.
Es regnet wieder. Das bedeutet: Manchmal ist es windig und kuehl aber sonst ist es konstanter schwuel und heiser, als es im Harmattan war. Naja, man weis den Jetztzustand eben leider meist erst im Nachhinein zu schaetzen.
Plaene habe ich nicht so viele, seit ich mich mehr dem Untericht wittme, aber ich will wenn moeglich das Laubsaegen in einen Club verwandeln und es wurde schon mehrmals nachgefragt, ob ich nicht die Enjoymenttage wieder aufleben lassen koennte. (Bespassung, Turniere, Wettbewerbe und Beisammensein was gemeinsames Fernsehgucken und Essen uebersteigt) Batik will ich auch noch nicht ganz aufgeben aber mal sehen, was sich so alles ergibt.
Mehr in einem Monat.
Im letzten Monat war wieder Schule im Mittelpunkt des geschaehens. Der Zweite Term ist in vollem Gange und hat jetzt sogar schon halbzeit, obwohl von den eineinhalb Monaten eigentlich nur einer halbwegs unterrichtet wurde. Viel hat sich nicht geaendert zum letzte Term. Ich habe versucht meinen Unterricht zu verbessern, was auch einigermasen gut klappt, denke ich . Ich unterrichte jetzt noch Mathe fuer Vocational 1 und 2 und English nur noch Leseverstehen. Die andere Haelfte Englisch hat Miss Prosbera uebernommen, die bisher die Entrepreneur Lehrerin war. Ich bereite meine Stunden jetzt besser oder ueberhaupt vor und nach, was schon fruechte traegt, bilde ich mir ein. Am Anfang des Terms schien sich fuer unseren Unterricht viel zum positive zu veraendern. Ich hatte angeraegt doch mal bei anderen Berufsschulen wie die alles so handhaben, womit wir unsere Probleme haben(unvollstaendiger und unstrukturierter Lehrplan, keine Lehrbuecher, keine Informationen zu Pruefverfahren oder irgendwelche Lehrhilfen. Gleich am naechsten Tag sind wir dann nach Agona gefahren und haben an der dortigen Berufsschule fuer Hoerende lediglich einen Lehrplan fuer Entrepreneur ship ergattern koennen aber wenigstens dazu noch die Gewissheit, das wir nicht die einzigen sind, die Probleme haben. Ich glaube zwei Tage darauf sind wir dann in das National Vocational Training Institute in Kumasi gefahren und haben da dann an hoechster Stelle angefragt. Entgegnet wurde uns: ach ihr macht jetzt auch Theorie und 4 Jahre. Nu hab ich ein Lehrbuch und die Pruefungsboegen der Endexamen. – Mehr als nichts – Das interessante war allerdings, wie schnell hier manchmal Dinge passieren koennen, die sonst immer sehr traege erscheinen.
Wir haben jetzt Schlussendlich einen neuen Headmaster. Er stellt nicht unbedingt eine Verbesserung da und ich und viele meiner Freunde hier hatten schon Probleme mit ihm. Aber wie Osei meinte: wir sind eine Familie und mit seinen Familienmitgliedern arrangiert man sich ja auch, selbst wenn man sich eigentlich nicht so gut versteht. Naja, es laufen Schikanen, wo man sich eigentlich nicht mehr wirklich mit arrangieren kann. Komischer weise, klappt hoeflich sein trotzdem immer.
Mein Batik Projekt ist wieder ein bisschen eingeschlafen. Wir haben zwar insgesamt 41 Stempel ausgesegt und zusammen geklebt und geschraubt, aber zum letzt endlichen Batiken ist es noch nicht gekommen und bei den Steinen die jetzt zum Teil in den Weg gekommen sind, weis ich auch nicht, wie weit es irgendwann noch einmal losgehen wird. Fuer das kaufen der Materialien konnte ich erst keine finanziell Unterstutzung von der Schule bekommen. Daraufhin haben Osei und ich beschlossen die Hollaender zu fragen, ob sie es unterstuetzen wuerden. Der Tripp nach Kumasi, wo ich den aktuellen Batik-Schuelerinnen zeigen wollte, dass und wo man die Materialien, die sie fuer ihren vielleicht spaeteren Beruf benoetigen, kaufen koennen, hat mehr Schwierigkeiten eingebracht als Erfolg. Die Hollaender wollen immer einen Kostenvoranschlag, bevor sie etwas unterstuetzen oder nicht. Daher habe ich keine Materialien gekauft sondern nur Preise verglichen. Nun wurde ich, als wir wieder zurueck waren, zum Headmaster bestellt und musste mir an den Kopf waerfen lassen, dass ich ignorant waere, dass Schulauto zu benutzen, nur um Preise zu vergleichen. Das sollte mir aber verziehen werden, da mir ja die hiesige Kultur fremd sein koennte. Es schien entweder niemand zu gehoert oder verstanden zu haben, dass der Grund, warum ich das Schulauto genommen hatte war, den Schuelern die Orte zu zeigen und nicht Preise zu vergleichen. Ich wusste nicht, dass das ein Problem dastellen koennte, nachdem ich zwei mal zugesichert bekommen hatte, dass es mit dem Auto kein Problem waere. Naja im nachhinein jetzt doch. Am meisten hat mich allerdings aufgeraegt, dass mein Zugestaendnis eventuell versaeumt zu haben, dem Headmaster von kurzfristigen Planaenderungen, vom Kauf zum Preisvergleich, mit zu teilen, so ausgelegt wurde, dass ich mir jetzt einen riesen Kopf machen wuerde, was ich denn blos gemacht haette. Das abschliesende: “Don’t Worry.” Nach einer vorhergehenden Megaklatsche, war das I- Tuepfelchen. Als Osei dann am naechsten Tag mit Unterstuetzung, von der stellvertretenden Schulleiterin und meinem Head of Department, meine offensichtlich nicht verstandenen Absichten erklaeren wollte, wurde alles zurueck genommen und das Gegenteil behauptet. Ich koennte noch weiter berichten, was aber den Rahmen spraengen wuerde.
Das Gute ist, das die ganze Situation mich wieder auf den Unterricht und die Freunde unter den Schuelern konzentriert hat. Es ist praktisch, wenn wenigstens das, womit man die meiste Zeit verbringt Spass macht. Endlich fliesen die Gebaerden einigermasen und man kann sich auch mal unterhalten. Wie zum beispiel ueber das nur sehr vereinzelte Unbehagen gegenueber nationalem Maschieren zum Independence Day oder der Pflichtinstitution Schulkirche oder ob wirklich manchmal in Amerika Nacht ist, wenn in Ghana gerade Tag ist.
Es ist Halbzeit und ich habe ein Gefuehl von weder weg noch bleiben wollen. Ich will nicht weg, weil ich weis, dass ich selbst wenn ich wiederkommen sollte ich nur ein Besucher sein werde. Bin ich jetzt viel mehr, wenn mindestens jeder zweite Schueler sagt: “im August fliegst Du”? Ausdruecken soll es immer etwas anderes aber ein Thema scheint es immer sein. Leider. Wenn ich ahne, dass, dass was ich hier mache in einem Jahr eh wieder gekippt wird, wennn ich weis, dass ich nichts veraendert habe. Nicht bleiben will ich in den Momenten, wo alles scheise ist und ich mich darueber aufrege, wie alles laeuft, und dass niemand etwas daran aendert, wenn ich Kaelte vermisse, wenn ich genug von drei warmen Mahlzeiten am Tag habe, wenn ich meine Familie vermisse und Koerperkontakt, der vielleicht mal ueber ein Handshake hinausgeht.
Dann sind da aber auch wieder Robert, Avokados, Osei, meine Schueler, “AC in der Armbeuge”, ein neues Kindergartenmaedchen, die ein strahlend hellblaues Auge hat und mit ihren noch recht natuerlichen und unsachlichen Gebaerden irgendwelche Geschichten erzaehlt oder artig “Good Morning, how are you” aufsagt und die anderen Kleinsten, fuer die ich vor allem eine Art Trampolin bin.
Es regnet wieder. Das bedeutet: Manchmal ist es windig und kuehl aber sonst ist es konstanter schwuel und heiser, als es im Harmattan war. Naja, man weis den Jetztzustand eben leider meist erst im Nachhinein zu schaetzen.
Plaene habe ich nicht so viele, seit ich mich mehr dem Untericht wittme, aber ich will wenn moeglich das Laubsaegen in einen Club verwandeln und es wurde schon mehrmals nachgefragt, ob ich nicht die Enjoymenttage wieder aufleben lassen koennte. (Bespassung, Turniere, Wettbewerbe und Beisammensein was gemeinsames Fernsehgucken und Essen uebersteigt) Batik will ich auch noch nicht ganz aufgeben aber mal sehen, was sich so alles ergibt.
Mehr in einem Monat.
Monatsbericht Januar
Monatsbericht Januar
Nun ist Faebruar und waerend des Januas haben sich wie in Deutschland auch hier die Temperaturverhaltnisse sich zu extremen hin entwickelt. Nur ist e shier wohl das andere Extrem. Liegt doch kein Schnee und Eis sondern knallt eher die Sonne. Als ich im November oder Dezember Bericht schon vom Hamarttan geschrieben habe =, war der wohl noch in seinen Kinderschuhen. Jetzt ist er jedenfalls denke ich wirlich das, was man unter seinem Namen hier versteht. Nachts ist es kalt und morgens sehr diesig und immer noch kuehl aber dann beinahe ploetzlich wird es ganz schoen heis. Ich habe kein Termometer aber wenigstens erkenne ich die Hitze, falls nicht koerperlich, daran, dass einem die Kinder schon darauf hinweisen, das man schwitzt, sollte man es selbst nicht bemerkt haben.
Der zweite Term hat jetzt nicht nur offiziell angefangen und die Kinder sind fast alle da. In meinen Klassen fehlen nur noch drei Schueler. Von insgesammt 28 Schuelern ist das eine ganz gute Quote und im vergleich zum letzten Term sehr zufriedenstellend.
Bevor der Unterricht wirklich angefangen hatte, brauchte ich sehr lange mich wieder auf das Lehrer sein einzustellen. Ich glaube, ich selbst war bestimmt auch nicht gerade die groeste Motivationsspritze fuer Lehrer nach den Ferien, was soll ich dann von meinen Schuelern erwarten. Aber jetzt wo die ersten Stunden wieder hinter mir liegen. Ist es eigentlich garnicht so schlimm. Es haben sich sogar schon einige Veraenderungen und vielleicht Verbesserungen angekuendigt.
Zum einen habe ich angefangen die Stundenvorbereitungen und Nachbereitungen sowie die laufende Mitarbeit der Schueler in einem schlauen blauen Buch zu notieren um so vielleicht ein wenig mehr Struktur in meinen Unterricht zu bringen. Auserdem hat oder wird sich mein Unterrichtsumfang veraendern/verringern. Mit der jetztigen “entrepreneurship” Lehrerin ist abgesprochen, dass wir uns den Englischunterricht teilen werden. Damit wuerde dann das Fach weniger werden, wo ich am verzweifelsten und unmotiviertesten bin. Auserdem scheint der Unterricht fuer den dritten Jahrgang, also den diesjaehrigen Abgaengern,fuer mich weniger zu werden. Sie sind noch im alten System, in dem sie nicht in den Faechern Englisch und Mathematik sondern nur in ihren praktischen Orientierungen geprueft werden, und so muessen sie sich jetzt auf die Examenvorbereitung konzentrieren. Ich will aber trotzdem versuchen wenigstens einen praxis orientierten Mathecrashkurs anzubieten. Damit wenigstens die Grundrechenarten und vielleicht grundlegende Billanz Rechnung sitzen. Mal abwarte, wie da ihr Interesse ist.
Und auf meine Anregung, dass wir unser Lehrmateriealproblem vielleicht dadurch in den Griff bekommen koennen, dass wir mal schauen, wie das andere Berufsschulen so machen, ist jetzt schon einiges in Bewegung gekommen. Miss Prosbera (Entrepreneurship Lehrerein) und ich waren bei einer Berufsschule in Agona, wo wir die selben Probleme feststellen mussten, mit denen wir zu kaempfen haben(unvollstaendige Lehrplaene, Buecher- und Informationsarmut). Wenigstens haben wir zum ersten mal vom National Vocational Training Office in Kumasi gehoert. Hier sind wir dann heute mit dem neuen Headmaster hingefahren und konnten wenigstens ein Englischbuch und die Examenboegen, auf die wir unsere Schueler vorbereiten muessen, kaufen konnten. Mal schauen, wie sich das nun tatsaechlicht auf den Unterrich auswirken wird.
Mit den Voc1 und 2 ist bisher echt gutes arbeiten und es macht Spas, wieder mehr verschiedene Koepfe um sich zu haben, mit denen man scherzen und sich unterhalten kann.
Viel ist ansonsten im Januar eigentlich nicht passiert, auser das die Schule angefangen hat.
Wir haben einen neuen Headmaster, den alten Stellvertreter.
Die Erstklaessler hatten diese Woche ihre erste Unterrichtsstunde im Fach Tischlern, was allgemein erst auf Erstaunen, dann auf Unbehagen und schlieslich doch auf hoffentlich nicht nur geheucheltes Interesse gestosen ist.
Ich hatte meine ersten Erfahrung mit den Ghanaischen Wundheilungsmethoden. Eine Quetschung oder Zerrung am Fuss (Folge eines Fussballspiels) hatte mich erlamen lassen. Miss Gifty allerdings wusste mich sehr schmerzhaft zu masieren. Das lies sie mich erst hassen und im inneren Grummeln aber sie dann lieben, als ich die rasante Verbesserung bemerkt hatte. Die andere Erfahrung, war die Behandlung einer nicht wirklich heilenden Wunde am Schienbein, die sich wohl entzuendet hatte. Osei hat mich mit warmen Salzwasser und “Spirit”(irgendetwas extrem hochprozentiges, vielleicht Ethanol ) maltretiert. Allgemein kann ich denke ich sagen: Schmerzhaft aber effektiv.
Ansonsten war der Beginn des Januars noch durch unsere Reise in den Norden gepraegt. Der Besuch bei unseren Mitfreiwilligen in Kaleo war sehr schoen, genau wie der ganz andere Norden dieses Landes. Es gab Pito (Hirsebier), einen Ausflug auf einen heiligen Berg, Musik, Unterhaltungen auf Deutsch und Buschbraende. Das gab e shier bisher noch nicht so viel (auser den Unterhaltungen mit Max).
Das Visum habe ich jetzt auch wieder aus Accra abgeholt und darf bis April noch im Land bleiben. Dann werden wir wahrscheinlich die weltweit verbreitete Buerokratie mit einem Ausflug nach Burkina Faso austrixen.
Mehr in einem Monat.
Nun ist Faebruar und waerend des Januas haben sich wie in Deutschland auch hier die Temperaturverhaltnisse sich zu extremen hin entwickelt. Nur ist e shier wohl das andere Extrem. Liegt doch kein Schnee und Eis sondern knallt eher die Sonne. Als ich im November oder Dezember Bericht schon vom Hamarttan geschrieben habe =, war der wohl noch in seinen Kinderschuhen. Jetzt ist er jedenfalls denke ich wirlich das, was man unter seinem Namen hier versteht. Nachts ist es kalt und morgens sehr diesig und immer noch kuehl aber dann beinahe ploetzlich wird es ganz schoen heis. Ich habe kein Termometer aber wenigstens erkenne ich die Hitze, falls nicht koerperlich, daran, dass einem die Kinder schon darauf hinweisen, das man schwitzt, sollte man es selbst nicht bemerkt haben.
Der zweite Term hat jetzt nicht nur offiziell angefangen und die Kinder sind fast alle da. In meinen Klassen fehlen nur noch drei Schueler. Von insgesammt 28 Schuelern ist das eine ganz gute Quote und im vergleich zum letzten Term sehr zufriedenstellend.
Bevor der Unterricht wirklich angefangen hatte, brauchte ich sehr lange mich wieder auf das Lehrer sein einzustellen. Ich glaube, ich selbst war bestimmt auch nicht gerade die groeste Motivationsspritze fuer Lehrer nach den Ferien, was soll ich dann von meinen Schuelern erwarten. Aber jetzt wo die ersten Stunden wieder hinter mir liegen. Ist es eigentlich garnicht so schlimm. Es haben sich sogar schon einige Veraenderungen und vielleicht Verbesserungen angekuendigt.
Zum einen habe ich angefangen die Stundenvorbereitungen und Nachbereitungen sowie die laufende Mitarbeit der Schueler in einem schlauen blauen Buch zu notieren um so vielleicht ein wenig mehr Struktur in meinen Unterricht zu bringen. Auserdem hat oder wird sich mein Unterrichtsumfang veraendern/verringern. Mit der jetztigen “entrepreneurship” Lehrerin ist abgesprochen, dass wir uns den Englischunterricht teilen werden. Damit wuerde dann das Fach weniger werden, wo ich am verzweifelsten und unmotiviertesten bin. Auserdem scheint der Unterricht fuer den dritten Jahrgang, also den diesjaehrigen Abgaengern,fuer mich weniger zu werden. Sie sind noch im alten System, in dem sie nicht in den Faechern Englisch und Mathematik sondern nur in ihren praktischen Orientierungen geprueft werden, und so muessen sie sich jetzt auf die Examenvorbereitung konzentrieren. Ich will aber trotzdem versuchen wenigstens einen praxis orientierten Mathecrashkurs anzubieten. Damit wenigstens die Grundrechenarten und vielleicht grundlegende Billanz Rechnung sitzen. Mal abwarte, wie da ihr Interesse ist.
Und auf meine Anregung, dass wir unser Lehrmateriealproblem vielleicht dadurch in den Griff bekommen koennen, dass wir mal schauen, wie das andere Berufsschulen so machen, ist jetzt schon einiges in Bewegung gekommen. Miss Prosbera (Entrepreneurship Lehrerein) und ich waren bei einer Berufsschule in Agona, wo wir die selben Probleme feststellen mussten, mit denen wir zu kaempfen haben(unvollstaendige Lehrplaene, Buecher- und Informationsarmut). Wenigstens haben wir zum ersten mal vom National Vocational Training Office in Kumasi gehoert. Hier sind wir dann heute mit dem neuen Headmaster hingefahren und konnten wenigstens ein Englischbuch und die Examenboegen, auf die wir unsere Schueler vorbereiten muessen, kaufen konnten. Mal schauen, wie sich das nun tatsaechlicht auf den Unterrich auswirken wird.
Mit den Voc1 und 2 ist bisher echt gutes arbeiten und es macht Spas, wieder mehr verschiedene Koepfe um sich zu haben, mit denen man scherzen und sich unterhalten kann.
Viel ist ansonsten im Januar eigentlich nicht passiert, auser das die Schule angefangen hat.
Wir haben einen neuen Headmaster, den alten Stellvertreter.
Die Erstklaessler hatten diese Woche ihre erste Unterrichtsstunde im Fach Tischlern, was allgemein erst auf Erstaunen, dann auf Unbehagen und schlieslich doch auf hoffentlich nicht nur geheucheltes Interesse gestosen ist.
Ich hatte meine ersten Erfahrung mit den Ghanaischen Wundheilungsmethoden. Eine Quetschung oder Zerrung am Fuss (Folge eines Fussballspiels) hatte mich erlamen lassen. Miss Gifty allerdings wusste mich sehr schmerzhaft zu masieren. Das lies sie mich erst hassen und im inneren Grummeln aber sie dann lieben, als ich die rasante Verbesserung bemerkt hatte. Die andere Erfahrung, war die Behandlung einer nicht wirklich heilenden Wunde am Schienbein, die sich wohl entzuendet hatte. Osei hat mich mit warmen Salzwasser und “Spirit”(irgendetwas extrem hochprozentiges, vielleicht Ethanol ) maltretiert. Allgemein kann ich denke ich sagen: Schmerzhaft aber effektiv.
Ansonsten war der Beginn des Januars noch durch unsere Reise in den Norden gepraegt. Der Besuch bei unseren Mitfreiwilligen in Kaleo war sehr schoen, genau wie der ganz andere Norden dieses Landes. Es gab Pito (Hirsebier), einen Ausflug auf einen heiligen Berg, Musik, Unterhaltungen auf Deutsch und Buschbraende. Das gab e shier bisher noch nicht so viel (auser den Unterhaltungen mit Max).
Das Visum habe ich jetzt auch wieder aus Accra abgeholt und darf bis April noch im Land bleiben. Dann werden wir wahrscheinlich die weltweit verbreitete Buerokratie mit einem Ausflug nach Burkina Faso austrixen.
Mehr in einem Monat.
Sonntag, 21. Februar 2010
Komisch
Noch komischer, dass dieser Post jetzt wieder veroeffentlicht werden kann.
Ich hoffe ich kann noch weitere folgen lassen.
Ich hoffe ich kann noch weitere folgen lassen.
Entschuldigung
Hallo liebe Leser,
Jeder, der dass hier liest ist treu, als ich es verdiene. Gerade habe ich gesehen, dass mein letzter Eintrag irgendwann im November gewesen sein muss. Dass ueber dieses Medium so schrecklich wenig von mir zu hoeren ist, liegt an mehreren Gruenden. Erstens: seine wichtigste Funktion des Bilder hochladens funktionierte auch nach zahlreichen Versuchen. Zweitens: Auch Berichte will er nicht mehr fuer mich veroeffentlichen. Drittens: mein Laptop ist kaputt und so ist das ziehen von Photos von der Kamera und schreiben von berichten erheblich erschwert. Viertens: Auf Grund des Aufgebens meines Laptop ist auch meine Aktivitaet bezueglich Internetkontakt stark zurueck gegangen. Fuenftens: ich hab viel zu tun. Sechstens: Ich hoffe, dass die, die es wirklich interessiert, meine Rundmails bekommen(wenn nicht:henninglemcke@web.de anschreibenm und einfordern). Hoffentlich ueberzeugt wenigstens einer dieser Gruende und Ihr koennt verstehen, warum hier nichts los ist.
Jeder, der dass hier liest ist treu, als ich es verdiene. Gerade habe ich gesehen, dass mein letzter Eintrag irgendwann im November gewesen sein muss. Dass ueber dieses Medium so schrecklich wenig von mir zu hoeren ist, liegt an mehreren Gruenden. Erstens: seine wichtigste Funktion des Bilder hochladens funktionierte auch nach zahlreichen Versuchen. Zweitens: Auch Berichte will er nicht mehr fuer mich veroeffentlichen. Drittens: mein Laptop ist kaputt und so ist das ziehen von Photos von der Kamera und schreiben von berichten erheblich erschwert. Viertens: Auf Grund des Aufgebens meines Laptop ist auch meine Aktivitaet bezueglich Internetkontakt stark zurueck gegangen. Fuenftens: ich hab viel zu tun. Sechstens: Ich hoffe, dass die, die es wirklich interessiert, meine Rundmails bekommen(wenn nicht:henninglemcke@web.de anschreibenm und einfordern). Hoffentlich ueberzeugt wenigstens einer dieser Gruende und Ihr koennt verstehen, warum hier nichts los ist.
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