Monatsbericht Januar
Nun ist Faebruar und waerend des Januas haben sich wie in Deutschland auch hier die Temperaturverhaltnisse sich zu extremen hin entwickelt. Nur ist e shier wohl das andere Extrem. Liegt doch kein Schnee und Eis sondern knallt eher die Sonne. Als ich im November oder Dezember Bericht schon vom Hamarttan geschrieben habe =, war der wohl noch in seinen Kinderschuhen. Jetzt ist er jedenfalls denke ich wirlich das, was man unter seinem Namen hier versteht. Nachts ist es kalt und morgens sehr diesig und immer noch kuehl aber dann beinahe ploetzlich wird es ganz schoen heis. Ich habe kein Termometer aber wenigstens erkenne ich die Hitze, falls nicht koerperlich, daran, dass einem die Kinder schon darauf hinweisen, das man schwitzt, sollte man es selbst nicht bemerkt haben.
Der zweite Term hat jetzt nicht nur offiziell angefangen und die Kinder sind fast alle da. In meinen Klassen fehlen nur noch drei Schueler. Von insgesammt 28 Schuelern ist das eine ganz gute Quote und im vergleich zum letzten Term sehr zufriedenstellend.
Bevor der Unterricht wirklich angefangen hatte, brauchte ich sehr lange mich wieder auf das Lehrer sein einzustellen. Ich glaube, ich selbst war bestimmt auch nicht gerade die groeste Motivationsspritze fuer Lehrer nach den Ferien, was soll ich dann von meinen Schuelern erwarten. Aber jetzt wo die ersten Stunden wieder hinter mir liegen. Ist es eigentlich garnicht so schlimm. Es haben sich sogar schon einige Veraenderungen und vielleicht Verbesserungen angekuendigt.
Zum einen habe ich angefangen die Stundenvorbereitungen und Nachbereitungen sowie die laufende Mitarbeit der Schueler in einem schlauen blauen Buch zu notieren um so vielleicht ein wenig mehr Struktur in meinen Unterricht zu bringen. Auserdem hat oder wird sich mein Unterrichtsumfang veraendern/verringern. Mit der jetztigen “entrepreneurship” Lehrerin ist abgesprochen, dass wir uns den Englischunterricht teilen werden. Damit wuerde dann das Fach weniger werden, wo ich am verzweifelsten und unmotiviertesten bin. Auserdem scheint der Unterricht fuer den dritten Jahrgang, also den diesjaehrigen Abgaengern,fuer mich weniger zu werden. Sie sind noch im alten System, in dem sie nicht in den Faechern Englisch und Mathematik sondern nur in ihren praktischen Orientierungen geprueft werden, und so muessen sie sich jetzt auf die Examenvorbereitung konzentrieren. Ich will aber trotzdem versuchen wenigstens einen praxis orientierten Mathecrashkurs anzubieten. Damit wenigstens die Grundrechenarten und vielleicht grundlegende Billanz Rechnung sitzen. Mal abwarte, wie da ihr Interesse ist.
Und auf meine Anregung, dass wir unser Lehrmateriealproblem vielleicht dadurch in den Griff bekommen koennen, dass wir mal schauen, wie das andere Berufsschulen so machen, ist jetzt schon einiges in Bewegung gekommen. Miss Prosbera (Entrepreneurship Lehrerein) und ich waren bei einer Berufsschule in Agona, wo wir die selben Probleme feststellen mussten, mit denen wir zu kaempfen haben(unvollstaendige Lehrplaene, Buecher- und Informationsarmut). Wenigstens haben wir zum ersten mal vom National Vocational Training Office in Kumasi gehoert. Hier sind wir dann heute mit dem neuen Headmaster hingefahren und konnten wenigstens ein Englischbuch und die Examenboegen, auf die wir unsere Schueler vorbereiten muessen, kaufen konnten. Mal schauen, wie sich das nun tatsaechlicht auf den Unterrich auswirken wird.
Mit den Voc1 und 2 ist bisher echt gutes arbeiten und es macht Spas, wieder mehr verschiedene Koepfe um sich zu haben, mit denen man scherzen und sich unterhalten kann.
Viel ist ansonsten im Januar eigentlich nicht passiert, auser das die Schule angefangen hat.
Wir haben einen neuen Headmaster, den alten Stellvertreter.
Die Erstklaessler hatten diese Woche ihre erste Unterrichtsstunde im Fach Tischlern, was allgemein erst auf Erstaunen, dann auf Unbehagen und schlieslich doch auf hoffentlich nicht nur geheucheltes Interesse gestosen ist.
Ich hatte meine ersten Erfahrung mit den Ghanaischen Wundheilungsmethoden. Eine Quetschung oder Zerrung am Fuss (Folge eines Fussballspiels) hatte mich erlamen lassen. Miss Gifty allerdings wusste mich sehr schmerzhaft zu masieren. Das lies sie mich erst hassen und im inneren Grummeln aber sie dann lieben, als ich die rasante Verbesserung bemerkt hatte. Die andere Erfahrung, war die Behandlung einer nicht wirklich heilenden Wunde am Schienbein, die sich wohl entzuendet hatte. Osei hat mich mit warmen Salzwasser und “Spirit”(irgendetwas extrem hochprozentiges, vielleicht Ethanol ) maltretiert. Allgemein kann ich denke ich sagen: Schmerzhaft aber effektiv.
Ansonsten war der Beginn des Januars noch durch unsere Reise in den Norden gepraegt. Der Besuch bei unseren Mitfreiwilligen in Kaleo war sehr schoen, genau wie der ganz andere Norden dieses Landes. Es gab Pito (Hirsebier), einen Ausflug auf einen heiligen Berg, Musik, Unterhaltungen auf Deutsch und Buschbraende. Das gab e shier bisher noch nicht so viel (auser den Unterhaltungen mit Max).
Das Visum habe ich jetzt auch wieder aus Accra abgeholt und darf bis April noch im Land bleiben. Dann werden wir wahrscheinlich die weltweit verbreitete Buerokratie mit einem Ausflug nach Burkina Faso austrixen.
Mehr in einem Monat.
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