Samstag, 4. Dezember 2010

Monatsbericht November

Monatsbericht November
Ist jetzt schon Advent? Ich habe es hier nicht mitbekommen. Die Trockenzeit ist jetzt ganz da und tags ist es so heiss, dass man selbst beim rumsitzen schwitzt und in der Nacht wieder so kalt, dass man fast eine Decke braeuchte.:)
Im November war einiges los.
Gleich zu Beginn des Monats hatten wir zwei endgueltige Executive Meetings, die die Eintragung als NGO endlich entschieden und am darauf folgenden Tag umgesetzt haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf von zwei der drei Kuehe wurden genutzt um die 300 GHC fuer die Eintragung und eine benoetigte Postbox in Kumasi zu bezahlen. Jetzt innerhalb der naechsten Tage wird die Eintragung hoffentlich bald durch sein, sodass wir die Dokumente abhohlen koennen, die wir fuer die Einrichtung des Bankkontos brauchen. Sehr treffend heisen wir jetzt Ashanti Deaf Youth in Action.
Wie schon erwaehnt haben wir zwei der drei Kuehe verkauft. Zusammen haben sie 1100 GHC eingebracht, was mit dem Einkaufspreis von zusammen 1100 GHC auf plus-minus null rauskommt. Das ist auf den ersten Blick nicht wirklich befriedigend, wenn man aber die Umstaende betrachtet schon ein kleiner Erfolg. Eine Kuh war von Anbeginn krank. Ihr Zustand ging auf und ab hat sich im Endeffekt aber konstant verschlechtert, sodass sie am Ende nicht einmal mehr aufstehen konnte und wir froh sein koennen, dass wir noch 400 GHC fuer sie bekommen konnten. Wenn man sieht wo die Kuehe gehalten werden und welche Medikamente vorhanden sind, kann man unserem Cowboy keine Vorwuerfe machen. Die zweite verkaufte Kuh ist ein Erfolg gewesen und konnte den Verlusst aus der ersten ausgleichen. Sie hat 700 GHC eingebracht und damit einen Profit von 130GHC. Die letzte und groeste Kuh, die eigentlich unser Hoffnungstraeger war ist leider immer noch nicht verkauft. Kurz vor Beginn der muslimischen Festivals hat sie sich dummerweise an der Ernte eines Farmers bediehnt und sich dadurch einen Machetenhieb an der Flanke eingefangen. Mit so einer Verletzung bekommt man sie leider nicht verkauft, wodurch wir sie noch behalten muessen und versuchen sie gesund zu pflegen. In Ghana herschend halt keine westlichen industrieartigen Mastverhaeltnisse, mit klinischer 24/7 Ueberwachung, Massagen und Kraftfutter. Bleibt zu hoffen, dass wir die letzte Kuh noch wieder gesund bekommen.
Die Vollversammlung zu Monatsbeginn war dieses Mal von hohen Gaesten beehrt. Der ehemalige Schulleiter der Ashanti School for the Deaf, mit dem wir jetzt in guten Kontakt stehen, ist unsere Einladung gefolgt und hat uns einen Besuch abgestattet. Ausserdem war eine Delegation der hollaendischen Unterstuetzer Organisation SOKPO mit sammt ihres ghanaischen Representanten und engem Freund Osei dort. Von diesen Gaesten befluegelt herrschte eine angenehme Aufbruchsstimmung, die wie es aussieht Iniziativen fuers neue Jahr in die Wege leiten kann. Und mit der perfekten Lobby durch den alten Headmaster und der finanz starken Hilfsorganisation, koennten diese Iniziativen auch Fruechte tragen. Robert und ich waren noch bei einigen Hinterzimmerverhandlungen aus denen sich am Ende die Aussicht auf die Startfinanzierung unseres Buero-Shop-Infozentrums ergeben hat. Ich glaube ich habe SOKPO und ihre Arbeit schon einmal in einem Bericht erwaehnt. Nun haben sie uns damit ueberrascht bei unserem Masterplan einige Abkuerzungen nehmen zu koennen. In den naechsten Wochen werden wir dafuer einen ausfuerlichen Businessplan auf die Beine stellen muessen, was einige schweistreibene Kumasigaenge in Aussicht stellt. Die ersten liegen schon hinter uns. Gleich nach den Verhandlungen mit SOKPO haben wir uns daran gemacht mit Hauseigentuemern zu verhandeln und uns an die zustaendigen Behoerden fuer Unterstuetzung zu wenden. Wir haben Proposals bei der Kumasi Metropolitan Assembly und dem Regional Minister eingereicht, und in einem Meeting mit dem Deputy Minister Ashanti Region wurde uns wenigstens administrative Hilfe zugesagt.
Eine der spannensten Erlebnisse im November war allerdings ein GNADY-workshop, zu dem ich zusammen mit Robert gegangen bin. Der Workshop war organisiert vom Jugendfluegel der Ghana national Assoziation of the Deaf und Delegierte aus jeder der 10 Regionen Ghanas waren eingeladen. Schon die Einladung war fuer uns ein Erfolg, weil nach all den Auseinandersetzungen und Distanzierungen innerhalb unser Region wir trotzdem als Assoziation eingeladen wurden und damit als voll von der GNAD anerkannt. Ausgerichtet wurde der Workshop von den Frontrunners 6. Frontrunners ist ein internationales Jugendprojekt, bei dem gehoerlose Jugendliche aus aller Herren Laender zusammen ueber Leadershipskills weitergebildet werden. Ein 13 koepfiges Team von Gehoerlosen aus Daenemark, Norwegen, Belgien, Deutschland, Oesterreich, Italien und den USA hat Vortraege zu Teamwork, Leadership-skills, Menschenrechten und den gehoerlosen Gremien (World Federation of the Deaf, EUDY, CRPD) gehalten und insgesammt ein sehr spannendes Seminar abgehalten. Ich war der einzig Hoerende und der Motivationsbust vom ersten Association Meeting, anwesend zu sein, wo etwas in Sachen Deaf aus eigener Iniziative passiert, wurde noch einmal um einiges getoppt. Die Vortrags- und Abeitsmethoden haben mich sehr an die Pfadis zuhause erinnert und der ganze Workshop hat mich zurueck in eine Reflexionsebene gebracht die mich meine ganze Arbeit hier ueberdenken lies. Dafuer bin ich einerseits dankbar es hat mich allerdings fuer die letzte Zeit auch ganz schoen aufgewuehlt und Denkstoff gegeben. Allein fuer den Sign Language flash bin ich auf jedenfall dankbar und wer mich mal signen sehen will, bevor ich wieder in Deutschland bin, sollte auf die Frontrunnersseite gehen. Dort ist ein Interview mit mir in GSL zu sehen.
Vom Workshop zurueck, habe ich das Batikprojekt wieder ernsthaft in die Hand genommen. Nachdem ich vom Schulleiter endlich die Erlaubnis bekommen hatte, bin ich mit meinem Mentor nach Kumasi und habe unerhoert viel Material eingekauft. Dank der Unterstuetzung von SOKPO auf mein Proposal im April konnte ich 324Yards Stoffbahnen kaufen und die entsprechende Mengen Wax, Farben und Chemikalien. Momentan ist der Mann aus Cape Coast da, von dem ich im letzten Bericht geschrieben habe und die ersten 5 12-Yard Stuecke sind schon verbatikt. Leider ist die Schuelergruppe mit der ich letztes Schuljahr zusammen gearbeitet habe bei weitem nicht mehr vollstaendig. Zwei (die beiden besten) Schueler sind die neuen Schulprefects geworden und damit in der Schule ziemlich eingebunden, 3 haben gerade ihre Abschlussexamen in Vocationals hinter sich und die Schule verlassen und 3 weitere in JHS 4, muessen wegen der nahenden Examen, fast jede freie Minute zum Lernen nutzen. Eine Primary Schuelerin die gerade jetzt Feuer und Flamme fuer Batik geworden ist, gibt aber wieder Hoffnung und zuletzt waren wir wieder zu acht mit vielen neuen Gesichtern dabei. Ob und wie wir die 300 Yards verarbeitet kriegen ist ungewiss aber ich hoffe, dass sich die neue Gruppe erhaelt und wieder gut zusammenwachsen kann.
Die Arbeit mit dem Cape Coast Kuenstler war zu anfang eher schwierig. Das Batik-Handwerk ist anscheinend wie Kochen: Jeder macht die Suppe anders. Er kann und weis viel aber macht als Lehrer den selben Fehler wie ich, als ich den Workshop angefangen habe und sieht seinen Weg als einzig richtig und alle anderen falsch. Trotzdem haben die Schueler und ich vor allem in den letzten zwei Tagen einiges gelernt und die Zeit in der er da war, war viel zu kurz. Wenn die Muster fuer die Association Fridaywear angenommen sind, wird die Produktion richtig losgehen.
Auch die Stempelproduktion laeuft auf Hochturen. Vielleicht mit ein Grund, warum der Schulleiter mir erlaubt hat mit den Schuelern weiter zu arbeiten, ist wahrscheinlich, dass ich auf einen Deal mit ihm eingegangen bin. Wir fertigen ihm ein Set mit dem Bi-Manuellen Sign Language Alphabet an. 27 Stempel, 56 GHC und der Erfolg, dass die Lehrerin, die mich vor einigen Monaten noch beschimpft hat, zu mir kommt und mich um meine Hilfe bittet aber am wichtigsten, das die Schueler wieder kommen duerfen.
Das Familienleben im November war sehr von Akuas Krankheit beeintraechtigt. Erst ist sie schwanger! –Ich bekomme ein Geschwisterkind- Und damit verbunden im 2.Monat Gesundheitsprobleme. Dann hat sie jetzt einen ziemlichen Gelenkreumaschub in den Knien, der sie kaum laufen laesst. Dadurch ist Adwoa, die jetzt neben der Schule doppelt schufftet, weil sie das Brot fuer die Schule fuer Akua baeckt, noch viel mueder als sonst. Wenn in einer Familie, die auf so kleinem Raum zusammen lebt, einer ausfaellt, war die Stimmung oft angespannt aber mit der Genesung von Akua begradigt ich auch der Hausegen wieder.
Drei Fast Facts zum November:
1. An Essen zu schnuppern, ist in Ghana eine Beleidigung fuer den Koch, weil es zeigt, dass man denkt, dass das Essen schlecht oder vergiftet ist.
2. Telefone sollte man generell von Toiletten fern halten.
3. Wenn man jemandem einen Job gibt und nicht gleich den Preis dafuer aus macht, hat der jenige spaeter das Recht einen unglaublich uebers Ohr zu ziehen.

Mehr im neuen Jahr
Henning

Dienstag, 2. November 2010

Das dazu gehoerige Fabirc

Ein Stempel

Monatsbericht Oktober

In diesem Monat hat die Schule wieder angefangen und ich bin endgueltig nur noch in der beobachtenden Position. Von allen Seiten wird man gefragt: Du bist nicht mehr in der Schule aber wo denn dann? Es fuehlt sich schon komisch an nichts mehrwirklich machen zu koennen allerdings deuten sich langsam Mittel und Wege an, zu mindest teilweise mitgestalten zu koennen.
Der Schulbeginn hat in vielerlei Hinsicht meinen Alltag beeinflusst. Auch wenn ich nicht mehr selbst Teil vom ganzen bin, ist es doch immernoch maine ganze Familie. Mein Vaterund Boss Robert muss wieder unterrichten, meine Mutter Akua baeckt wieder und ist dehalb kronisch muede und kraenklich und meine Schwester und ehemalige Schuelerin Adwoa muss auch wieder zum Unterricht, nur dass ich sie nicht mehr unterrichte. Ich habe jetzt versucht damit anzufangen, die Zeit in der mein Boss arbeitet auch immer am Schreibtisch oder der Werkbank zu sitzen um etwas zu schaffen und es klappt ganz gut. Das Resultat waren schon einige Briefe, und 21 Stempel, die uns im Verkauf insgesamt 50 Ghanacedis (25Euro) eingebracht haben.
In Sachen NGO-Eintragung gab es im Oktober einiges zu tun. Wir hatten ein Executive Meeting und mit anschliesender Vollversammlung, in der ueber die Vereinssatzung, Namen und Finanzierung beraten und abgestimmt wurde. Da danach aber noch Zweifel und Enderungen aufkamen, haben wir einen gehoerlosen Elder zu Rate gezogen, der schon in einigen Gremien in der Ghanaischen Gehoerlosen Community sass und gut Bescheid weis und neben bei noch nett und interessiert an unseren Aktivitaeten ist. Nach zwei Trefen mit ihm gab es noch ein sehr konstruktives Executive Meeting allerdings haben wir immer noch nicht eine abschliesende Entscheidung Gefasst und die Eintragung wird sich wohl noch bis in den November hinziehen. Mein Ziel ist es nur Bankkonto und Eintragung vor Abflug geschafft zu haben um damit den Grundstein fuer effektive Arbeit zu legen, die auch offiziell anerkannt ist und damit hoffentlich deutlich erleichtert wird.
Das Batik Projekt scheint langsam wieder zum Leben zu erwachen. Wir haben jetzt doch wieder Aussicht auf baldigen Arbeitsbeginn mit der alten Gruppe. Ich habe einigen Leuten auf die Fuese getreten und nun waren Robert und Der Elder Paul beim Schulleiter der Ashanti School for the Deaf um ihn um Erlaubnis zu bitten, den Workshop ausserhalb der Schule mit Schulern weiter fuehren zu duerfen. Nach allem, was bissher mit dem neuen Schulleiter schon so passiert ist, war nicht zu erwarten, dass er aus dem Stehgreif ja sagen wuerde. Ich habe einen Entschuldigungsbrief fuer mein respektloses Benehmen geschrieben, was mir von Paul geraten wurde, um den Schulleiter zu besaenftigen. Ausserdem haben wir ein offizielles Proposal geschrieben und es sieht so aus, als ob wir damit die Schueler wohl zurueck bekommen koennen.
Ausserdem sind wir im Kontakt mit einem Gehoerlosen Batik-Kuenstler aus Cape Coast, der bei Arbeitsaufnahme zu uns kommen wird um mit uns zu arbeiten und mein Freund , der Schnitzer aus Jamasi hat mich mit zwei Batik Kuenstlerinnen bekannt gemacht, mit denen langsam wohl auch eine hoffentlich fruchtbare Wechselwirkung aufbauen kann. Mein Mentor, ein Lehrer aus dem naechsten Ort, hilft mir eine Grosbestellung an Materialien zu machen und damit sind jetzt eigentlich alle Weichen fuer die Grosproduktion gelegt. Bleibt nur zu hoffen, dass Permission granted wird.
Die wohl groeste Neuerung im Oktober ist mein neuer Laptop auf dem ich gerade schreibe. Da ich meine Zeit am Schreibtisch auch in Zukunft sinnvoll nutzen will, moechte ich anfangen an einer Website fuer die Association zu arbeiten und der mitlerweile vielleicht acht jahrige Medion mit 18GB Speicher ist fuer die entsprechenden Programme einfach zu langsam. Bei gutem Wechselkurs und nach ausgibiger Recherche habe ich mir dann jetzt in Kumasi ein schwarzes Dell Geschoss zu gelegt. Es war schon komisch in das klimatisierte Geschaeft mit einem Bazzen Scheine zu laufen und mit einem Laptop im Rucksack wieder raus und dann auf dem Motorroller davon. Aber nicht nur diese Erfahrung sondern auch der neue PC sind denke ich auf jeden Fall eine Breicherung und gute Anlage. Einziger Haken ist die englische Tastertur, die mich alle Umlaute ausschreiben laesst. Muss man halt mit leben.
Das gehoerlose Maedchen, von dem ich im Septemberbericht geschrieben habe, hat jetzt schoon die ersten Unterrichtsstunden ihres Lebens hinter sich gebracht und kann schon bis zehn zaehlen und schreiben. Es ergeben sich lustige Situationen, wenn ich mich mit der Mutter, die selbst nie zur Schule ging, in meinem sehr gerbochenen Twi unterhalte und dann, wo ich an meine Grenzen stosse Robert dazu hole, ihm auf Gebaerdensprache sage, was ich meine und er es dann in Twi fuer die Mutter uebersetzt. Gestern, bei einem Besuch im Dorf musste ich bis zum Abend warten, weil Mutter und Kind zur farm gegangen waren. Es ist irre zu sehen, wie die Mutter mit fuenf Kindern und ohne Mann, die von der Hand in den Mund lebt fuer ihre Tochter sorgt. Bei anderen Familien, die wir mitlerweile besucht haben, hiess es bei dem gehoerlosen Kind sofort, wir haben kein Geld. Helenas Mutter hat auch kein Geld aber sie versucht es. Wenn wir alle Unterstuetzungen von District Assembly und der Ssociation zusammen haebn hoffe ich, dass Helena eine gute Schuelerin wird und irgenwann, spaeter der Mutter unter die Arme greifen kann und damit allen zeigen, was gehoerlose alles koennen und warum gerade sie in die Schule muessen.
Heute bin ich noch in einem anderen Dorf um zwei Familien zu treffen. Ich hoffe, dass bei denen die selbe Iniziative entsteht und die Kinder in die Schule kommen.
Drei Fast Facts zum Oktober:
1. Wer nicht handelt ist selbst schuld, sogar bei Computern im Fachgeschaeft.
2. Casavawurzelsaft(ein Bestandteil des Sagen umwogenen Fufus) auf Schnittwunden gepresst stop die Blutung und wirkt antiseptisch.
3. Frauen, die schon Kinder geboren haben, haben immer ein Tuch um die Huefte als Teil der traditionellen Art sich zu kleiden.
Mehr zum Advent,
Henning

Sonntag, 3. Oktober 2010

Monatsbericht September

Im September war zum Glück wieder ein wenig mehr los für mich und für die ARYAD. Es fing mit unserer monatlichen Gesamtversammlung am 12. an. Meine erste Versammlung bei der ich offiziell als Koordinator gearbeitet habe. Generell ist Aufbruchsstimmung. Ich habe den ersten Stritt in Richtung bessere Koordination umgesetzt. Wir haben eine Telefonliste, mit der wir hoffentlich Vereinbarungen und Termine besser verbreiten können, sodass Leute nicht mehr sagen köönnen, dass sie nichts von einem Treffen wussten.
Die großen Pläne von Farm und Office sind momentan relativ in den Hintergrund geraten. In erster Linie wohl, weil erste einige andere Dinge erledigt werden müssen.
Unsere wichtigstes Projekt momentan ist die Einrichtung eines Bankkontos, was unsere Geldflüsse erleichtern solll und mehr Transparenz schaffen. Dafür sind wir zu verschiedenen Banken in Kumasi gegeangen um die Angebote zu vergleichen und uns ersteinmal einen Überblick zu verschaffen. Die Anforderungen, welche eigentlich alle Banken ziemlich ähnlich stellen zwingen uns nun zu noch anderen Hürden die erst gemeistert werden müssen.
Banale Dinge wie eine Postanschrift oder amtliche Unterlagen stellen aufeinmal ein Problem da. Das bestehen Postfach, besteht überraschenderweise doch nicht mehr und es muss ein neues her. Fehlende Unterlagen, die unsere Registrierung im Social Welfare bestätigen sollen, stellen nun die größte Aufgabe dar. Als ich bei dem Officer in Charge of NGO matters ein entsprechendes Dokument einholen wollte, ist ihm auf einmal aufgefallen, dass das bisher geltene Statement der SW doch nicht mehr gilt. Wir hatten schon einmal versucht, unseren eigenen Namen registrieren zu lassen und waren damals schon mit der SW in Verhandlungen. Das darmalige Ergebnis: Eine unabhängige Registrierung außerhalb der bestehenden Ghana National Association of the Deaf wird nicht gestattet aber jede Aktivität und offizielle Schreiben, werden von der SW gestützt.
Dieser Vereinbarung folgend wollte ich nun einen Brief, der uns die Einrichtung eines Bankkontos ermöglichn würde, einholen. Nach Gesprech mit dem Chief Officer und allen ist der neue Stand, dass wir uns als NGO eintragen lassen werden um damit unabhängig und eigenständig zu werden. Hierfür müssen allerdings nun wieder ander Dinge erledigt werden. Eine Satzung muss her, (es besteht schon eine, die allerdings wieder überarbeitet werden muss), und viel schwieriger: 320 Ghana Cedis wird verlangt um in den Genuss kommen zu dürfen, sich NGO zu nennen.
Für diese 320Ghana Cedis muss jetzt entweder Geld eingesammelt werden oder gewartet werden, bis die Kühe verkauft sind. Also abwarten.
Eine andere neue Aufgabe hat sich ebenfalls jetzt im September ergeben: Zu besuch in dem Dorf einer Freundin, traf ich durch einen Zufall eine Frau, die mich erst für gehörlos hielt und mir dann, nach Aufklärung erzählte, dass in ihrem Dorf ein gehörloses Mädchen leben würde, deren Eltern zu arm seien sie in die Schule zu schicken. Jetzt habe ich verschiedene Infos eingesammelt und bringe sie und einen Anderen Jungen aus einem anderen Dorf nach Jamasi um in die Schule gehen zu können. Auf den Vorschlag, wird wohl die Association selbst ohne großen Besitz etwas beisteuern und wir versuchen an öffentliche Gelder zu kommen, um die nötigen Kosten zu decken. In dieser Woche fängt die Schule an und jetzt wohl auch für zwei neue Schüler. Es ist schön zu sehen wie das Mädchen jetzt schon ein wenig auftaut und gebärdet und sich dann vorzustellen, was es für sie heißen wird, wenn sie eine Sprache lernt und sich noch viel mehr ausdrücken kann.
In sachen Batik steht immernoch ziemlich viel in den Sternen allerdings ist der Himmel auch klar. Es gibt die gute Aussicht von zwei viel versprechenden Aufträgen und generell großer Nachfrage. Was nur fehlt: Arbeiter. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen eine Vereinbarung mit der Schule zu stande kommen kann, dass Schüler weiter kommen können und sich jetzt wohl sogar ein wenig Geld verdienen. Außerdem arbeite ich gerade an einem Auftrag von 13 Stempeln. Mein Freund, der Schnitzer neben der Schule, hat mich mit einer Frau bekannt gemacht, die im großen Styl Batik produziert und verkauft. Der Beginn ist der Auftrag und ich hoffe, dass sich eine Fruchtbare Wechselwirkung ergeben wird, bei der eventuell auch Schüler bei ihr weiter machen können, wenn sie bei mir die Basics gelernt haben.
Drei FastFacts zum September:
1. In Kumasi kostet die Wasseraufnahme genauso viel wie die Abgabe: 5 pesewas(2.6Cent)
2. In Twi ist ich weis und ich weis nicht genau der selbe Satz. Nur die Stimme macht den Unterschied
3. In der ghanaischen Kultur ist Pupsen ein absolutes NoGo
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Euer
Henning

Mittwoch, 1. September 2010

Monatsbericht August

Seit heute bin ich offiziell nicht mehr an der Schule beschäftigt sondern meine Anstellung ist zur Association übergelaufen. Im August drehte es sich bei mir viel um verschiedene Geschichten die mein weiteres Bleiben ermöglichen sollten. Visums anträge wollten geschrieben werden, neue Verträge unterzeichnet und und und. Die Schuzle habe ich nun verlassen und bin jetzt endgültig umgezogen. Ich habe das Zimmer meiner Wahl bekommen im Haus von Robert. Wir mussten nur noch ausfägen und die Decke machen und Zack hatte ich ein neues Zuhause. Es ist groß, näher am Essen und vor allem ganz für mich allein und sogar mit Schreibtisch. Der einzige Nachteil: das Haus hat kein Klo. Zu dem Fall müssen wir momentan noch irgendwelche Notlösungen finden.
Außerdem war wohl ein Höhepunkt im August das Fussballspiel Kumasi Deaf gegen Koforidua Deaf in Koforidua, Eastern Region. Sammt An- und Abreise im völlig überfüllten Sprinter war es auf jeden Fall ein Abenteuer, gekrönt von dem 1:0Sieg, den wir unerwartet mit nach Hause bringen konnten. Jetzt befinden wir uns in den Vorbereitungen das Rückspiel zu organisieren, wobei es durchaus eine Herausvorderung darstellt eben so gute Bedingungen zu stellen, wie wir sie in Koforidua antreffen durften mit FIFA-Schitsrichtern, Stadion und allem drumm und dran. Davon wohl mehr im nächsten Bericht.
Warum sonst im August nicht soviel passsiert ist, lag wohl daran, dass ich krank war. Malaria geht eben an keinem vorbei. Wohl schon zum zweiten Mal jetzt habe ich die Sagen umwogene Tropenkrankheit bekommen. Nur das sie mich dieses Mal doch mehr von den Socken gehauen hat. Meine persönlichen Symptome sind starke Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Migrene ähnliche Augenhöhlenschmerzen aber am stärksten Schwäche und Kreislaufprobleme. Wenn man sich viel ausruht ist das kein Problem, wenn nicht zwingt einen der Körper dazu. Naja, ob es die Akut Medikamente waren oder meine Profilaxe, ich bin jedenfalls wieder auf den Beinen. Ich wünsch es auf jeden Fall keinem, obwohl es bei mir wohl nur eine abgeschwachte Variante war und ich nicht 25Kilo verlloren hab und am Tropf hing. Also für alle die auch mal in Malariagebiete fahren werden. Immer schön Profilaxe nehmen und nicht zu viel Panik es muss nicht immer schlimm ausfallen.
Drei Fastfacts zum August:
1. Kokusnusspalmen sterben schnell, wennn man nur einen heisen Nagel in den Stamm schlägt
2. Englisch: pen pal, bedeutet Brieffreund
3. Malaria bricht verspätet aus, weil der Erreger sich erst in der Leber einsiedeln muss
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Samstag, 14. August 2010

Neue Arbeitsstelle

ASHANTI REG. YOUTH ASSOCIATION OF THE DEAF
BOX 12128 KUMASI-ADUM, KUMASI




Die Ashanti Regional Youth Association of the Deaf wurde im Jahre 2005 von 5 Jugendlichen als Zweig der Regionalen Sektion der nationalen Deaf Association (GNAD Region Ashanti) gegründet. Das Motiv der Neugründung eines Jugendflügels in der Nationalen Gesellschaft war damals und ist immernoch das Verbessern der sozialen und praktischen Lebenssituation der Gehörlosen Jugendlichen und jungen Erwachsen in der Ashanti Region. Der Ashanti Deaf Youth Wing (ash, Gehoerlosen Jugendfluegel) ist aus Eigeninitiative entstanden, von jungen Gehörlosen in dieser Region die unzufrieden mit dem aktuellen Zustand gemeinsam für sich und andere etwas ändern wollten und wollen.
Aus dem regionalem Jugendzweig der nationalen Gehölosen Vereinigung ist nun die eigenständige Ashanti Regional Youth Association of the Deaf (ARYAD) geworden.


Soziale Situation der gehörlosen jungen Menschen in Ashanti, Ghana

Die Ashanti Region hat mit der Ashanti School for the Deaf eine Lehrinstitution für Gehörlose. Trotz unzureichenden Bedingungen und einem eventuell weniger aussagekräftigem Abschluss erlernen die Schüler an der Ashanti School for the Deaf etwas elemantar wichtiges, die Gebärdensprache. Die Ghanaische Gebärdensprache, welche sich aus der Amerikanischen Gebärdensprache entwickelt hat und dieser noch sehr nahe ist, gibt den Kindern ein Kommunikationsmedium.
Erst durch Kommunikation kann auch richtige Sozialisierung beginnen, weshalb die Sozialisierung und Karakterbildung der meisten Kinder erst in der Schule beginnt. Da jene Sozialisierung in erster Linie dort statt findet ist sie damit vor allem eine Sozialisierung in die Gehörlosengemeinschaft. Der Bruch, der bei den meisten Jugendlichen mit dem Schulabschluss und damit der Abnabelung der zentralen kulturellen und sozialen Institution stattfindet, ist sehr stark. Es gab und gibt kaum soziale Netzwerke und Institutionen, die die soziale Entwicklung der Jugendlichen auffangen und weiterfuehren. Die Sozialen Strukturen beschrenken sich auf private Beziehungen, weiterhin auf die Schule als gelegentlicher Wiedersehensort, einige Kirchen und einen im zentralen Kumasi gelegenen Glassschneider als allgemeinen Treffpunkt. Aktives kulturelles Zusammenleben ist jedoch sehr erschwert und in vielen Fällen enden die gehörlosen Jugendlichen schon nach der Schule in, durch Sprachbarrieren bedingte, Einsamkeit.




Akademische Situation der gehörlosen Jugendlichen in Ashanti, Ghana

In der Ashanti Region Ghanas gibt es eine Gehörlosenschule mit etwa 450 Schülern und Schülerinnen. An der Schule hat die Mehrheit der Lehrer keine bis geringe Spezialqualifikation für das Unterrichten gehörloser Kinder und lernt von der Regierung stationiert erst an der Schule die Ghanaische Gebärdensprache. Aus dieser Situation allein schon erschließen sich Vorraussetzungen die in Ghana schlussendlich Gehörlosigkeit zu einer stärkeren Behinderung machen, als sie in den meisten entwickelten Ländern ist.
In der Schule erhalten die Schüler dennoch eine Schulausbildung die zum gleichen Junior-High-School-Abschluss führt wie jene für hörende Kinder.
Nach diesem Schulabschluss können die Schüler optionell eine berufsspezifische Weiterbildung anhängen. Der Vocational-(Berufsschul-)Zweig der Ashanti School for the Deaf bietet die Handwerke: Textilien(traditionelles Kente-Weben und Batik Tye and Dye), Tischlern, Kochen und Schneidern an. Jedoch ergibt sich aus den Lücken in der vorhergangenen Schulbildung, begrenztem Buget, vermehrt unterschätzendem Bild der Schüler und der Wahl der Handwerke eine kaum zielgerrichtete Weiterbildung. In der Regel ermöglicht sie den Schülern nach drei Jahren nicht, mit dem Erlernten das eigene täglich Brot verdienen zu können.
Eine akademische Weiterbildung ist an der einzigen Senior-High-School for the Deaf in Mampong (Eastern Region) moeglich. Jedoch ist sie kostenpflichtig und damit für viele potenziell geeignete Kandidaten unerreichbar.
Der erfolgreiche Abschluss einer Senior-High-School qualifiziert in Ghana für das Studieren an einer Universität. Praktisch ist es für gehörlose junge Menschen sehr schwer. Da neben dem enormen finanziellen Aufwand es kaum oder nur teure Dolmetscher gibt und vom Staat keine Unterstützung gewährleistet wird.
Aus diesen schlechten Bedingung resultiert neben einem sozialen Bruch mit Beendigung der Schullaufbahn auch berufliche Perspektivlosigkeit und damit oft langanhaltene Abhängigkeit von den Eltern, Armut und im schlimmsten Falle Kriminalität.



Aktivitäten der ARYAD

Seit ihrer Gründung wuchs die ARYAD von 5 auf mehr als 120 Mitglieder beider Geschlechter im Alter von 10 bis 35 Jahren. Durch Eigeniniziative und in kompletter Eigenregie hat sich eine Vereinsstruktur entwickelt mit gewähltem Presidenten, Executive und Fussballmanschaft. Es gibt einen monatlichen Vereinsbeitrag, der gemeinschaftliche Aktivitäten finanziert und monatlich abgehaltene Versammlungen. Eigenständig werden Beschlüsse über politische, kulturelle und soziale Aktivitäten getroffen.
Trotz des schon vier jährigen Bestehens, konnten bisherige Pläne der ARYAD vor allem aus finanziellen Gründen nicht in die Tat ungesetzt werden.
Es gab einen groß angelegten Versuch eine Berufsschule mit den Fächern Batik, Tischlern, Schneidern, ICT, Weben und Landwirtschaft einzurichten, was allerdings schon im Vorfelde am administrativen und finanziellen Aufwand scheitern musste.
Es gab gemeinschaftliche Aktivitäten, wie einen gemeinsamen Ausflug zu Ostern. Doch weitere Pläne für ein gemeinsames Silvester mussten abermals an den Finanzen scheitern.


Aktuelle Aktivitäten

Politik
Innerhalb des letzten halben Jahrs hat die ARYAD verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Es gab den Versuch sich formell und offiziell von der Mutter-Vereinigung abzuspalten und in der Regional Register einen eigenen Namen zu etablieren und damit komplette Unabhängigkeit zu besiegeln. Der Antrag wurde von Seiten der Social Welfare abgelehnt. Die politische Position der ARYAD hat sich damit allerdings trotzdem geändert, da von der Social Welfare amtliche Unterstützung bei jeder Aktivität zuversichert wurde.

Konkret damit verbunden ist momentan die Suche nach einem Konto auf einer geeigneten Bank für bessere und sicherere Geldflüsse innerhalb der Association und von außen und der geplante Beitritt einer Partei für wenigstens potenzielle Lobbyarbeit.


Farm
Mit der Unterstützung zweier Kirchengemeinden in Deutschland (Kirchengemeinde Blankenese, Kirchengemeinde Sülldorf – Iserbrook) konnte die ARYAD einige ihrer vielen Ideen kürzlich in die Tat umsetzen.
Gemeinschaftlich hat sich die ARYAD im Februar drei Kühe gekauft. Schon längere gab es die Überlegung eine gemeinschaftliche Farm zu beginnen um einerseits Gemeinschaftskapital zu erhalten allerdings ebensowichtig eine neue Ausbildungsmöglichkeit zu gründen. Die Farm war geplant sowohl Lebensmittelanbau als auch Tierhaltung zu enthalten. Bedingt durch den Zeitpunkt zu dem sich die finanzielle Möglichkeit ergab wurde bis jetzt nur die Tierhaltung in die Tat umgesetzt. Die drei Kühe werden auf öffentlichem Grund mit einer großen Herde gehalten und Es gibt eine Arbeitsgruppe unter der Aufsicht eines gehörlosen Fachmanns, die die Kühe mit Wasser, Futter und Medikamenten versorgt.


Fußballmanschaft
Die Deaf Youth Glitter Stars ist die Gehörlosen Fusballmanschaft in Kumasi. Unter Eigenregie finden wöchentliches Training und Freundschaftsspiele statt. Da es keine Liga oder ähnliche Strukturen gibt, in denen die Manschaft eingegliedert ist, bestehen die Wettkampfaktivitäten der Manschaft in erster Linie aus Spielen gegen hörende Amateur Teams, die ASH-Deaf Schulmanschaft oder andere Gehörlose Regionalmanschaften.
Es gab ein Neujahrstrainingslager und Auswertsspiele in Biniani, Bechem oder Koforidua sowie Heimspiele in Kumasi und Jamasi.


ARYAD at ASH-DEAF
Am 10. Juli 2010 veranstaltete die ARYAD einen Tag voller gemeinschaftlicher Aktivitäten an der Ashant School for the Deaf. 20 Mitglieder organisierten einen Batik Workshop, Dame- und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turniere und Fußball sowie Volleyballwettkämpfe mit abschliesender Preisverleihung. Es war ein schöner Tag des Zusammenseins und eine willkommende Abwechslung zum normalen Schulalltag der Schüler.




Batik Workshop
Unter der Aufsicht eines deutschen Freiwilligen findet an der Ashanti School for the Deaf ein Batik-Workshop statt, der von der ARYAD unterstützt wird. Nachmittags unterrichten sich in erster Linie Schülerinnen gegenseitig das Waxdrucken und Färben von Stoffen. Die Produkte werden verkauft und der Gewinn reinvestiert.




Pläne


Farm -Mitte September am Ende der muslimischen Fastenzeit Ramadan, sollen die bis dahin angefütterten Kühe verkauft werden. Mit dem Gewinn wird dann die Idee der Farm weiter in die Tat umgesetzt. Um die Nutzpflanzen anbauen zu können, muss Land gekauft und bestellt, ebenso wie Geräte und Saatgut beschafft werden. Zunächst wird mit dem Anbau von Bohnen und Ingwer begonnen um dann im Mai zur richtigen Zeit Mais im großen Stil anzubauen.



Office -Es besteht der Wunsch eine gemeinsame Geschäftsstelle zu gründen. Mit den Einnahmen aus Landwirtschaft und Tierhaltung sollen Räume möglichst zentral in Kumasi gemietet werden. Die Geschäftstelle wird viele Funktionen gleichzeitig erfüllen. Zum einen als Anlaufstelle für interne und externe, damit Koordinationspunkt für eigene Aktivitäten Kontakt- und Informationsstelle für Interessierte. Eine Wichtigkeit eines solchen Ortes ist die Representation nach außen. Es können verschiedene Produkte Made by the Deaf verkauft werden, Aufklärung über Gehörlosigkeit betrieben werden und Kontakte geknüpft.



Kontakt


Robert K. Acheampong (Chairman)
P.O.Box 39,
Jamasi-Ashanti
E-Mail: robertdeaf23@yahoo.ca
Mobile SMS: +233279370493

Henning Lemcke (Coordinator)
E-Mail: henninglemcke@web.de
Mobile: +233540560181